Sonntag, 31. Oktober 2021: Kennen wir noch unseren Gott?

Maria aus Penzlin hatte vom Arzt die Diagnose bekommen: Krebs! Sie sollte noch etwa 5 Monate leben. Nach einigen Operationen und einer ersten Chemotherapie befand sie sich nun in der Reha. Dort lernte sie eine Leidensgenossin kennen, die ihr Vertrauen auf Gott setzte. »Meinst du nicht, dass Beten jetzt helfen würde?«, wurde sie gefragt. »Warum beten?«, antwortete Maria. »Es gibt keinen Gott, der mir helfen könnte.« – »Ganz gewiss muss ein Mensch an sich selbst verzweifeln, um für den Empfang der Gnade Christi bereitet zu werden«, sagte Martin Luther einmal.
Das Grundproblem des Menschen hat sich seit der Reformation in keiner Weise verändert. Daher ist auch im 21. Jahrhundert den Menschen nach Zwingli »ununterbrochen einzubläuen, dass Reue, Missfallen und Scham über uns selbst nötig sind, um zur wahren Selbsterkenntnis, damit zur Gotteserkenntnis und schließlich zur Bekehrung kommen.«
Gott ist nicht dafür zuständig, um unser Ego aufzupolieren, sondern er will uns aus unserer Rebellion und Gottlosigkeit herausholen und uns mit sich selbst versöhnen. Er will aus Feinden Freunde machen, aus Sündern Heilige, aus Fernen Nahe und aus Toten Lebendige! Gott möchte uns mit sich selbst versöhnen!
Wir sind »säkularisiert«, d. h. in dieser Welt völlig aufgegangen, wir haben Gott aus unserem Alltag weitgehend verbannt. Er spielt in unserem Denken bis auf wenige Ausnahmen keine Rolle mehr! Schade eigentlich. Denn der Weltenlenker, der Schöpfer und Planer unseres Lebens hat Gedanken des Friedens mit uns. Wie gut wäre es für uns, wenn wir ihn doch wieder erkennen würden. Das würde uns stark machen!

Peter Lüling
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Frage
Welche Rolle spielt Gott in Ihrem Alltag?
Tipp
Beziehen Sie ihn darin ein, indem Sie nach seinem Willen fragen und handeln!
Bibellese
Daniel 9,1-10

Samstag, 30. Oktober 2021: Überprüfe Deine Positionierung (6)

Wer in Aktien investiert, wird früher oder später auch mit sinkenden Kursen konfrontiert. Kleinere Wertschwankungen gehören an der Börse dazu. Wenn sich jedoch ein einzelner Aktientitel über einen längeren Zeitraum negativ entwickelt, sollten Aktionäre die Situation analysieren. Im Kern ist die Frage zu beantworten, ob es sich nur um eine vorübergehende Schwäche oder eine umfangreiche Krise handelt. Lassen gute Gründe eine Erholung des Kurses erwarten, wird der Anleger die Aktie behalten. Doch viele Aktionäre verkaufen die Aktie auch dann nicht, wenn die Prognosen für das Unternehmen negativ ausfallen. Man will keinen Verlust realisieren, indem man zu einem Preis verkauft, der unter dem Anschaffungswert liegt. Es braucht Mut, seine ursprüngliche Anlagepositionierung zu korrigieren.
Niemand gesteht gerne ein, eine falsche Entscheidung getroffen zu haben. Doch wer die Fehlinvestition beendet und die schwache Aktie verkauft, kann das Geld wieder für neue Gewinnchancen nutzen. Nicht nur Finanzexperten empfehlen, eine falsche Positionierung zu korrigieren. Auch Gott zeigt uns, wie wichtig eine Umkehr ist. Denn gegenüber Gott sind alle Menschen schuldig geworden. Weil wir seine guten Gebote übertreten haben, droht unser Leben zu einer Fehlinvestition zu werden. Ohne Gott erleiden wir den größten Verlust überhaupt – nämlich die ewige Verlorenheit. Doch weil Gott uns liebt, hat er uns einen Ausweg geschaffen. In Jesus Christus ist Gott Mensch geworden und hat am Kreuz für unsere Schuld und Sünde bezahlt. Er ruft uns auf, zu ihm umzukehren. Wer seine Schuld zugibt und Jesus um Vergebung bittet, vollzieht die Umkehr vom Verlust zu einem neuen, ewigen Leben!

Andreas Droese
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Frage
Wie sind Sie gegenüber Gott positioniert?
Tipp
Ehrlichkeit vor Gott ist die Voraussetzung für einen Neuanfang.
Bibellese
Apostelgeschichte 3,17-26

Freitag, 29. Oktober 2021: Home bias – aus Liebe zur Heimat? (5)

Home bias – damit bezeichnet man einen weitverbreiteten Fehler bei der Geldanlage. Der Begriff bezeichnet das Phänomen, dass viele Anleger am liebsten Wertpapiere aus ihrer Heimatregion kaufen. Als Deutsche kennen wir Namen wie »Deutsche Bank«, »Volkswagen« oder »Bayer« seit vielen Jahren. Sie begegnen uns häufig im Alltag oder in den Medien. Wir meinen daher, sie gut zu kennen. Zu ihnen haben wir deshalb mehr Vertrauen als zu ausländischen Unternehmen, deren Namen uns oft unbekannter sind. Doch wer einseitig auf den eigenen Heimatmarkt ausgerichtet ist, verpasst dadurch Chancen. Denn in den letzten Jahren haben sich die weltweiten Aktienmärkte oft viel besser entwickelt als der deutsche Markt. So hätte man z. B. mit nordamerikanischen Unternehmensanteilen deutlich höhere Gewinne erzielen können als mit deutschen Aktien.
Auch im wichtigsten Bereich unseres Lebens besteht die Gefahr, dass wir uns nur auf die Heimat konzentrieren, die wir gut zu kennen meinen. Oft richten wir richten unser Leben auf das Diesseits aus und sehen den Gewinn darin, das irdische Leben zu genießen. Doch die Bibel lenkt unseren Blick über das Hier und Jetzt hinaus auf die Ewigkeit. Gott lädt uns ein, eine niemals endende Zukunft im Himmel zu verbringen: ewiges Leben mit dem dreieinen Gott, der uns in der Gemeinschaft mit ihm Erfüllung und echtes Glück schenken will! Jesus hat seinen Nachfolgern versprochen, dass er im Himmel Wohnungen für sie baut. Er wird alle, die an ihn glauben, eines Tages dorthin bringen. Wer echtes, ewiges Leben gewinnen will, muss über diese Welt hinausblicken. Er darf sich vertrauensvoll an Jesus Christus wenden. Der Sohn Gottes nimmt die auf, die ihn im Gebet darum bitten.

Andreas Droese
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Frage
Was werden Sie sich in 100 Jahren wünschen, heute getan zu haben?
Tipp
Wer seine Prioritäten aus dem Blickwinkel der Ewigkeit sortiert, lebt realistischer.
Bibellese
Titus 3,3-7

Donnerstag, 28. Oktober 2021: Woran will ich beteiligt sein? (4)

Wie kann ich mit meiner Geldanlage sinnvolle Ziele unterstützen? Diese Frage ist vielen Bankkunden immer wichtiger. Sie wollen mit ihren Geldern keine Unternehmen stärken, die Waffen herstellen, Kinder als Arbeitskräfte ausbeuten oder die Umwelt schädigen. Daher investieren sie nicht in Aktien solcher Gesellschaften und kaufen keine Fonds, die Beteiligungen an solchen Unternehmen beinhalten. Sie verzichten lieber auf etwas Ertrag, statt für ethisch oder ökologisch verwerfliche Praktiken mitverantwortlich zu sein. Inzwischen gibt es viele nachhaltige Anlagen, die bestimmte kritische Projekte oder Institutionen ausschließen. Gleichzeitig ermöglichen sie Kapitalanlegern eine Beteiligung an sinnvollen Aufgaben.
Dass Menschen überlegen, welche Auswirkungen ihr Handeln hat, ist auch Jesus Christus wichtig. Wie kein anderer hat der Sohn Gottes selbst nach höchsten ethischen Standards gelebt, soziale Verantwortung übernommen und auf persönliche Vorteile verzichtet. Jesus hat sein ganzes Leben investiert, um uns Menschen Gutes zu tun. Statt für sich selbst etwas gewinnen zu wollen, hat er alles für andere gegeben. Doch trotz seines einzigartigen Vorbildes fordert er von uns kein perfektes Leben. Er weiß, dass wir es nicht schaffen, alles Böse zu vermeiden. Mit guten Werken können wir uns den Himmel nicht verdienen – selbst wenn wir unser gesamtes Geld für gute Zwecke spenden. Darum hat er unsere Schuld auf sich genommen und am Kreuz die Konsequenzen für uns getragen. Als der auferstandene Herr schenkt er denjenigen, die ihm im Glauben nachfolgen, eine neue Ausrichtung – und gibt ihnen ein sinnerfülltes Leben, indem er sie in seine Plänen für diese Welt einweiht!

Andreas Droese
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Frage
Welche Auswirkungen hat das, was Sie heute tun, auf andere?
Tipp
Es macht innerlich reich, sich für die Ziele zu engagieren, die Jesus Christus uns zeigt.
Bibellese
Apostelgeschichte 11,27-30

Mittwoch, 27. Oktober 2021: Auch scheinbar sichere Anlagen bringen Verluste (3)

»Wie deutsche Sparer ihr Geld verschwenden« – so lautete Ende 2018 die Überschrift über eine Umfrage zum Anlageverhalten der Bundesbürger. Trotz über zehn Jahren niedrigster Zinsen legen Menschen ihr Geld überwiegend auf Tagesgeldkonten und Sparbüchern an. Obwohl an den Börsen große Kursgewinne sowie Dividenden in Rekordhöhe erzielt werden konnten, scheuen Sparer Wertpapieranlagen. Das Risiko, bei fallenden Kursen Verluste zu erleiden, schreckt sie ab.
Doch vielen ist nicht klar, dass sie auch mit scheinbar sicheren Anlageformen wie dem Sparbuch einen Verlust hinnehmen. Denn diese Einlagen werden – wenn überhaupt – nur ganz gering verzinst. Seit mehreren Jahren reichen diese minimalen Zinsen nicht mehr aus, um den Wertverlust durch die Inflation auszugleichen. Denn der Preis für Waren und Dienstleistungen steigt jedes Jahr. Auch wenn der Teuerungseffekt nicht sofort spürbar ist, nimmt dadurch der Wert des Geldes ab. So wirkt die Inflation wie ein Dieb. Jede Kapitalanlage hat daher Nachteile und Risiken. So wie Motten wertvolle Kleider zerfressen und Rost Edelmetalle befällt, bedrohen Kursverluste und Inflation die Kapitalanlagen. Finanzexperten raten daher, sich regelmäßig zu den Entwicklungen seiner Kapitalanlagen beraten zu lassen.
Auch Jesus spricht diese Risiken an. Er lenkt unseren Blick auf den Himmel. Denn Jesus hat die Macht, uns eine Sicherheit zu geben, die keine Bank der Welt bieten kann. Denjenigen, die ihm folgen, verspricht Jesus »ein unvergängliches und makelloses Erbe, das nie seinen Wert verlieren wird« (1. Petrus 1,4). Gott hält es im Himmel für die bereit, die an Jesus glauben und ihm nachfolgen.

Andreas Droese
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Frage
Was hat für Sie den größten Wert – und wo finden Sie Sicherheit dafür?
Tipp
Schätze auf der Erde sind vergänglich, aber was wir für Gott investieren, bringt ewig Zinsen.
Bibellese
Sprüche 10,2

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