Sonntag, 06. März 2022: Ist Jesus Gott?

Ob Jesus Gottes Sohn ist oder nicht, ist die bedeutendste Frage überhaupt, denn von ihrer richtigen Beantwortung hängt unser ewiger Verbleib ab. Nur die Bibel kann uns diese Frage beantworten:

1. Jesus hat die Macht, Sünden zu vergeben: Als man einen Gelähmten zu Jesus brachte und er ihn von der Sünde befreite, kritisierten einige Schriftgelehrte: »Wie redet der so? Er lästert Gott! Wer kann Sünden vergeben als Gott allein?« (Markus 2,7). Sie wussten in biblisch korrekter Weise, dass nur Gott Sünden vergeben kann. Daraus hätten sie schließen können: Der, der hier vor uns steht, muss Gott sein!

2. Die Autorität Jesu: Jesus erklärte in Johannes 5,19: »Der Sohn kann nichts von sich aus tun, sondern nur, was er den Vater tun sieht; denn was dieser tut, das tut gleicherweise auch der Sohn.« Wer kann alles tun, was Gott tut? Doch nur, wenn er auch Gott ist!

3. Die Anbetung Jesu: Nach der Bibel darf nur Gott angebetet werden – kein Engel, kein Mensch, auch nicht Maria und keine Heiligen! (Offenbarung 22,8-9). Auf viele Weise wird Jesus angebetet. Dies belegt, dass er Gott ist. Hier einige Belege: Bei der Steinigung des Stephanus betet dieser zu Jesus: »Herr Jesus, nimm meinen Geist auf!« (Apg 7,59). Nach Hebräer 1,6 betet die gesamte Engelwelt Jesus an: »Und es sollen ihn (= Jesus) alle Engel Gottes anbeten.«

4. Weitere Bestätigungen der Gottheit Jesu finden wir in Römer 9,5: »Christus …, der da ist Gott über alles, sei gelobt in Ewigkeit. Amen.« In einem Loblied zur Ehre Gottes wird Jesus als der allmächtige Gott bezeichnet: »Und sie singen … das Lied des Lammes: Groß und wunderbar sind deine Werke, Herr, Gott, Allmächtiger!« (Offenbarung 15,3; ELB).

Werner Gitt


Frage
Ist Ihnen bewusst, dass Jesus der einzige Weg zum Himmelreich ist?
Tipp
Wer Jesus annimmt, hat Gott gefunden.
Bibellese
Johannes 1,1-18

Samstag, 05. März 2022: Petrus und der Pinguin

Den Touristen bot sich ein spannendes Schauspiel: Bei einem Bootsausflug in der Gerlache-Straße in der Antarktis befanden sie sich plötzlich mitten in einer Verfolgungsjagd. Ein kleiner Eselspinguin wurde von Schwertwalen gejagt. Einige Urlauber filmten die Fluchtversuche des Pinguins, während andere ihn mit »Komm, Komm!«-Rufen zu den Booten lockten. Tatsächlich schwamm der Pinguin auf eines der Schlauchboote zu und hüpfte den Walen mit einem beherzten Sprung von der Speisekarte ins Boot hinein. Das Video war im März 2021 auf vielen Nachrichtenkanälen zu sehen.

Für einen Pinguin ist es ungewöhnlich, das gewohnte Lebenselement Wasser zu verlassen, um auf einem Boot Sicherheit zu suchen. Petrus, einem der Jünger von Jesus Christus, ging es genau umgekehrt. Als Fischer war er im Boot zu Hause. Doch dann beobachtete er, wie Jesus Christus auf dem Wasser ging. Statt in der Sicherheit seiner gewohnten Umgebung zu bleiben, bewegte ihn sein Glaube an Jesus zum ungewöhnlichsten Schritt, den er bis dahin gegangen war: Nachdem Jesus auf seine Bitte hin »Komm!« gerufen hatte, wagte er den Schritt über den Bootsrand auf das Wasser hinaus. Petrus zeigte damit, dass sein Glaube mehr als nur eine theoretische Annahme über die Macht von Jesus Christus war. Er war davon überzeugt, dass die Kraft von Jesus auch in seinem Leben wirken konnte. So wagte er im Glauben einen Schritt, der über alle seine bisherigen Erfahrungen hinausging.

Wenn ich die beiden Begebenheiten vergleiche, frage ich mich: Wem gleiche ich mehr? Dem Pinguin, weil ich mich nur »sprungbereit« an Jesus wende, wenn ich sonst keinen anderen Ausweg mehr sehe? Oder dem Petrus, weil ich täglich im Alltag damit rechne, dass er mir helfen will?

Andreas Droese
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Frage
Welche Schritte des Glaubens sind Sie bereits gegangen?
Tipp
Jesus ruft Sie, zu ihm zu kommen – für Ihre ewige Rettung wie auch für konkrete Schritte im Alltag.
Bibellese
Matthäus 14,22-33

Freitag, 04. März 2022: Wenn Gott ein Versprechen gibt … (4)

Schon wieder ein Flecken! Ob der wohl wieder rausgeht? Für meine Mutter waren solchen Flecken ein Albtraum, besonders wenn es sich um Kleidungsstücke handelte, die man seinerzeit nicht einfach in die Waschmaschine stecken konnte, weil sie dann nämlich ruiniert waren. Da blieb nur noch der Gang in die Reinigung, die die Garantie gab, dass man die Jacke, Hose oder den Rock unbeschadet wieder zurückerhielt. Was für eine Erleichterung, wenn man das Kleidungsstück dann »so gut wie neu« in Empfang nehmen konnte!

Kennen Sie das Versprechen Gottes im Tagesvers? Da geht es auch um Reinigung, allerdings um eine innere Reinigung. Es ist ähnlich wie mit den Flecken, vor denen meine Mutter kapitulierte, weil sie sie nicht selbst entfernen konnte. Das können wir auch mit unseren Sünden nicht. Da müssen wir zu dem gehen, der sie uns wegnehmen kann, damit wir dann tatsächlich wieder »wie neu« sind. Wo liegt denn unser Problem mit den Sünden? Wir können sie nicht ungeschehen machen. Und sie wirken nach, ob wir es wollen oder nicht. Die erste Lüge zwingt uns zu weiteren. Der Hass auf jemanden droht, über uns hinwegzurauschen und uns vollends mitzureißen. Die Gier nach mehr Erfolg, Reichtum, Ansehen und Glück verleitet uns zum Betrug, zum Diebstahl, zum Unrecht an anderen. Das werden wir nicht mehr los – oder doch?

Genau hier greift das Versprechen, das Gott uns gibt. Wenn wir ihm unsere Sünden bekennen, dann vergibt er und reinigt uns von aller Ungerechtigkeit. Können Sie sich das vorstellen? Alles loszuwerden, was Sie belastet? Nichts mehr verstecken oder übertünchen zu müssen? Was für eine Erleichterung, wenn man damit zu Gott gegangen und dann tatsächlich »so gut wie neu« geworden ist!

Joachim Pletsch
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Frage
Glauben Sie diesem Versprechen Gottes?
Tipp
Es gilt tatsächlich für jeden und zu jeder Zeit.
Bibellese
Psalm 65

Donnerstag, 03. März 2022: Wenn Gott ein Versprechen gibt … (3)

Kann man Gott heute noch beim Wort nehmen? Bei welchen seiner Worte denn? Offensichtlich sind doch die Adressaten in der Bibel ganz unterschiedlich. Woher weiß man also, dass einem eine Verheißung, ein Versprechen Gottes wirklich gilt? Genauso falsch, wie Gottes Wort überhaupt nicht ernst zu nehmen, wäre, es ohne Berechtigung für sich in Anspruch zu nehmen.

Eine große Hilfe, das zu klären, war mir das Andachtsbuch »Kleinode göttlicher Verheißungen« von Charles H. Spurgeon. Darin stellt er für jeden Tag eines Jahres eine Verheißung Gottes vor und schreibt dazu: »Gottes Verheißungen sind der besondere Schatz der Gläubigen: die Substanz des Erbes des Glaubens liegt in ihnen. Alle Verheißungen unseres Gottes gehören uns, und wir können sie als unseren persönlichen Besitz behalten. Durch den Glauben empfangen und umarmen wir sie, und sie machen unseren wahren Reichtum aus.« Mehrere Jahre habe ich dieses Andachtsbuch fast täglich gelesen und dabei gelernt, Gottes Zusagen wirklich ernst zu nehmen.

Einmal erlebte ich – noch als Junggeselle – Folgendes: Nach längerer Zeit stand für mich ein Umzug an. Vieles, was sich über Jahre angesammelt hatte, musste aussortiert werden. Das konnte ich nur selbst tun, während ich beim Transport Hilfe hatte. Ganz zum Schluss stand mir noch der Keller bevor, und die Luft war schon ziemlich raus bei mir. Da las ich an genau diesem Tag in Spurgeons Buch den oben zitierten Tagesvers. Unfassbar! Gott hatte sogar für meine so spezielle Situation genau den Zuspruch, der mich froh machte und mir die Kraft gab, diese letzte Etappe auch noch durchzustehen. Ich war einfach nur dankbar, wieder einmal zu erleben: Gott lässt mich nicht im Stich – in welcher Lage auch immer ich bin.

Joachim Pletsch
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Frage
Wie denken Sie über Gott?
Tipp
Ein Gott, der Versprechen gibt und hält, ist etwas Einmaliges und Unüberbietbares.
Bibellese
5. Mose 28,1-14

Mittwoch, 02. März 2022: Wenn Gott ein Versprechen gibt … (2)

Gottes Versprechen an Abraham, war von ungeheurer Tragweite. Denn in der Linie seines Sohnes Isaak sollte Jahrhunderte später ein weiterer Nachkomme geboren werden, der nun aber nicht einfach eine Familientradition fortsetzte, sondern ein ganz neues Volk begründete. Das ist in der Welt noch viel einzigartiger als das Volk Israel. Zu diesem Volk kann nämlich – unabhängig von seiner natürlichen Abstammung – jeder gehören, der sich Jesus Christus, seinem Begründer, im Glauben anschließt. Somit gilt das vor bald 4000 Jahren dem Abraham gegebene Versprechen nicht nur einem Einzelnen damals, sondern allen Menschen bis heute, wie Paulus nachweist.

Gottes Plan war es nämlich, seinen Segen allen Menschen zukommen zu lassen, und in seinem Sohn Jesus Christus erfüllte sich das – aber auf eine wundersame Weise: »indem er ein Fluch für uns geworden ist« (Galater 3,13).

Bevor der Segen kam, musste jemand zum Fluch werden. Warum das? Fluch und Segen gründen sich auf Gottes Gesetzgebung: Segen für den, der sein Gesetz erfüllt, Fluch für solche, die es übertreten. Und an Letzterem sind wir alle schuldig geworden, weshalb wir auch alle unter dem Fluch, d. h. Todesurteil stehen. Weil aber Gott seinen eigenen Sohn zum Fluch werden ließ und das Todesurteil an ihm vollstreckt wurde, ist nun der Weg zum Segen, d. h. ewigen Leben, frei für alle, die sein stellvertretendes Sterben für sich in Anspruch nehmen.

Im Gegensatz zu Abraham und Sara brauchen wir heute nicht mehr darauf zu warten, dass sich Gottes größtes Versprechen endlich erfüllt. Das ist nämlich schon vor 2000 Jahren geschehen. Allerdings müssen wir es noch persönlich in Anspruch nehmen. Und das geschieht ganz einfach im Gebet.

Joachim Pletsch
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Frage
Worauf warten Sie noch?
Tipp
Den Segen Gottes in Christus sollte man sich nicht entgehen lassen.
Bibellese
2. Korinther 1,18-22

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