Dienstag, 02. November 2021: Gott schuf das Größte und das Kleinste

In den Mitochondrien, den Kraftwerken in den Billionen Zellen unseres Körpers, laufen sehr effektive Elektromotoren. Sie entnehmen der von uns aufgenommenen Nahrung Energie und zwar in solchen Portionen, wie sie zum An- und Abkoppeln von Atomen und Molekülen benötigt werden. Das dient dem Bau neuer Zellen mit ihren vielen Baumaschinen, Förderbändern, Qualitätssicherungen, Abwehrvorrichtungen von feindlichen Bakterien und Viren und vielem mehr. Solche Elektromotoren treiben auch die Geißeln bestimmter überaus nützlicher Bakterien in unserem Körper an, die sogenannten Flagellaten.
All diese Motoren haben eins gemeinsam. Sie können sich nicht langsam entwickelt haben, weil sie erst arbeiten konnten, als sie völlig fertig waren. Solange auch nur ein Teilchen fehlte, waren sie einfach noch keine Motoren. Natürlich sind sie winzig klein. 35 000 Flagellaten-Motoren hintereinandergestellt, benötigen dafür gerade mal einen Millimeter. Dafür aber laufen sie viel schneller als von Menschen gebaute Modelle, nämlich bis zu 100 000 Mal in der Minute.
Nun werden Motoren immer nur gebaut, wenn man etwas damit bewegen will. Sie setzen also immer eine Absicht voraus, selbst wenn jemand eine sogenannte Nonsense-Maschine (ohne Sinn und Zweck) damit antreiben will. Wer aber hatte die Absicht, solche kleinen Motoren zu bauen? Sollte das wirklich der Zufall gewesen sein? Wie viel Intelligenz müsste der dann haben? Und eine Absicht hat der Zufall nie, weil er eben Zufall ist und ihm darum keinerlei Plan zugrunde liegt. Ist es da nicht ratsam, an Gott, den großen Schöpfer von Himmel und Erde, zu denken? Er handelt im Größten wie im Kleinsten auf wunderbare Weise.

Hermann Grabe
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Frage
Wie sind nach Ihrer Meinung diese Motoren entstanden?
Tipp
Falls Gott der Erfinder ist, sollte man ihn dafür preisen.
Bibellese
Psalm 19,1-7

Montag, 01. November 2021: 1991-?

Ein Mädchen blickt auf die Jahreszahlen auf einem Grabstein und denkt: »Der Strich zwischen den zwei Zahlen – das war ein ganzes Menschenleben. Nur ein Strich! Mehr ist unser Leben nicht! Nur ein Strich zwischen zwei Zahlen – so wenig! Und da ging mir auf, welch eine Verantwortung wir haben – die ungeheure Verantwortung, aus diesem armseligen Strich etwas zu machen …« (aus: »Unter Menschen«, Wilhelm Busch). Einmal wird auch Ihr und mein Leben durch einen einzigen Strich dargestellt werden: »Von … bis …«. Dieser Strich wird gerade gemalt und erscheint noch so lange. Doch er wird einmal enden.
Vielleicht kennen Sie die Kreuzigungsgeschichte. Jesus Christus hängt am Kreuz, zwei Räuber werden mit ihm gekreuzigt. Während sie zu Beginn den Mann in der Mitte auslachen, hält der eine Räuber auf einmal inne: »Wir empfangen, was unsere Taten wert sind; dieser aber hat nichts Unrechtes getan!« (Lukas 23,41). Auf diese Erkenntnis hin bekommt der Räuber in seinen letzten Atemzügen das Versprechen von Jesus: »Heute wirst du mit mir im Paradies sein!« Dieser Mann wusste, dass sein Leben zu Ende ging. Doch in den letzten Minuten kam er zur Einsicht über sein verfehltes Leben. Und er traf die richtige Entscheidung und glaubte an Jesus. So vieles während dieses kurzen Strichs zwischen seinen Jahreszahlen auch schiefgelaufen sein mochte, am Ende hatte er er das Richtige getan. So erwartete ihn nach seinem Tod das Paradies bei Jesus selbst.
Es ist nicht garantiert, dass wir genau wissen, wann wir sterben, und auch nicht, ob wir in letzter Minute noch die Möglichkeit haben werden, zu Gott umzukehren. Deswegen sollten wir die Chance nutzen, solange wir sie haben.

Verena John
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Frage
Warum versuchen wir so oft, den Gedanken an unser Ende zu verdrängen?
Tipp
Schieben Sie die Entscheidung für Gott nicht länger auf!
Bibellese
Lukas 23,39-47

Sonntag, 31. Oktober 2021: Kennen wir noch unseren Gott?

Maria aus Penzlin hatte vom Arzt die Diagnose bekommen: Krebs! Sie sollte noch etwa 5 Monate leben. Nach einigen Operationen und einer ersten Chemotherapie befand sie sich nun in der Reha. Dort lernte sie eine Leidensgenossin kennen, die ihr Vertrauen auf Gott setzte. »Meinst du nicht, dass Beten jetzt helfen würde?«, wurde sie gefragt. »Warum beten?«, antwortete Maria. »Es gibt keinen Gott, der mir helfen könnte.« – »Ganz gewiss muss ein Mensch an sich selbst verzweifeln, um für den Empfang der Gnade Christi bereitet zu werden«, sagte Martin Luther einmal.
Das Grundproblem des Menschen hat sich seit der Reformation in keiner Weise verändert. Daher ist auch im 21. Jahrhundert den Menschen nach Zwingli »ununterbrochen einzubläuen, dass Reue, Missfallen und Scham über uns selbst nötig sind, um zur wahren Selbsterkenntnis, damit zur Gotteserkenntnis und schließlich zur Bekehrung kommen.«
Gott ist nicht dafür zuständig, um unser Ego aufzupolieren, sondern er will uns aus unserer Rebellion und Gottlosigkeit herausholen und uns mit sich selbst versöhnen. Er will aus Feinden Freunde machen, aus Sündern Heilige, aus Fernen Nahe und aus Toten Lebendige! Gott möchte uns mit sich selbst versöhnen!
Wir sind »säkularisiert«, d. h. in dieser Welt völlig aufgegangen, wir haben Gott aus unserem Alltag weitgehend verbannt. Er spielt in unserem Denken bis auf wenige Ausnahmen keine Rolle mehr! Schade eigentlich. Denn der Weltenlenker, der Schöpfer und Planer unseres Lebens hat Gedanken des Friedens mit uns. Wie gut wäre es für uns, wenn wir ihn doch wieder erkennen würden. Das würde uns stark machen!

Peter Lüling
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Frage
Welche Rolle spielt Gott in Ihrem Alltag?
Tipp
Beziehen Sie ihn darin ein, indem Sie nach seinem Willen fragen und handeln!
Bibellese
Daniel 9,1-10

Samstag, 30. Oktober 2021: Überprüfe Deine Positionierung (6)

Wer in Aktien investiert, wird früher oder später auch mit sinkenden Kursen konfrontiert. Kleinere Wertschwankungen gehören an der Börse dazu. Wenn sich jedoch ein einzelner Aktientitel über einen längeren Zeitraum negativ entwickelt, sollten Aktionäre die Situation analysieren. Im Kern ist die Frage zu beantworten, ob es sich nur um eine vorübergehende Schwäche oder eine umfangreiche Krise handelt. Lassen gute Gründe eine Erholung des Kurses erwarten, wird der Anleger die Aktie behalten. Doch viele Aktionäre verkaufen die Aktie auch dann nicht, wenn die Prognosen für das Unternehmen negativ ausfallen. Man will keinen Verlust realisieren, indem man zu einem Preis verkauft, der unter dem Anschaffungswert liegt. Es braucht Mut, seine ursprüngliche Anlagepositionierung zu korrigieren.
Niemand gesteht gerne ein, eine falsche Entscheidung getroffen zu haben. Doch wer die Fehlinvestition beendet und die schwache Aktie verkauft, kann das Geld wieder für neue Gewinnchancen nutzen. Nicht nur Finanzexperten empfehlen, eine falsche Positionierung zu korrigieren. Auch Gott zeigt uns, wie wichtig eine Umkehr ist. Denn gegenüber Gott sind alle Menschen schuldig geworden. Weil wir seine guten Gebote übertreten haben, droht unser Leben zu einer Fehlinvestition zu werden. Ohne Gott erleiden wir den größten Verlust überhaupt – nämlich die ewige Verlorenheit. Doch weil Gott uns liebt, hat er uns einen Ausweg geschaffen. In Jesus Christus ist Gott Mensch geworden und hat am Kreuz für unsere Schuld und Sünde bezahlt. Er ruft uns auf, zu ihm umzukehren. Wer seine Schuld zugibt und Jesus um Vergebung bittet, vollzieht die Umkehr vom Verlust zu einem neuen, ewigen Leben!

Andreas Droese
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Frage
Wie sind Sie gegenüber Gott positioniert?
Tipp
Ehrlichkeit vor Gott ist die Voraussetzung für einen Neuanfang.
Bibellese
Apostelgeschichte 3,17-26

Freitag, 29. Oktober 2021: Home bias – aus Liebe zur Heimat? (5)

Home bias – damit bezeichnet man einen weitverbreiteten Fehler bei der Geldanlage. Der Begriff bezeichnet das Phänomen, dass viele Anleger am liebsten Wertpapiere aus ihrer Heimatregion kaufen. Als Deutsche kennen wir Namen wie »Deutsche Bank«, »Volkswagen« oder »Bayer« seit vielen Jahren. Sie begegnen uns häufig im Alltag oder in den Medien. Wir meinen daher, sie gut zu kennen. Zu ihnen haben wir deshalb mehr Vertrauen als zu ausländischen Unternehmen, deren Namen uns oft unbekannter sind. Doch wer einseitig auf den eigenen Heimatmarkt ausgerichtet ist, verpasst dadurch Chancen. Denn in den letzten Jahren haben sich die weltweiten Aktienmärkte oft viel besser entwickelt als der deutsche Markt. So hätte man z. B. mit nordamerikanischen Unternehmensanteilen deutlich höhere Gewinne erzielen können als mit deutschen Aktien.
Auch im wichtigsten Bereich unseres Lebens besteht die Gefahr, dass wir uns nur auf die Heimat konzentrieren, die wir gut zu kennen meinen. Oft richten wir richten unser Leben auf das Diesseits aus und sehen den Gewinn darin, das irdische Leben zu genießen. Doch die Bibel lenkt unseren Blick über das Hier und Jetzt hinaus auf die Ewigkeit. Gott lädt uns ein, eine niemals endende Zukunft im Himmel zu verbringen: ewiges Leben mit dem dreieinen Gott, der uns in der Gemeinschaft mit ihm Erfüllung und echtes Glück schenken will! Jesus hat seinen Nachfolgern versprochen, dass er im Himmel Wohnungen für sie baut. Er wird alle, die an ihn glauben, eines Tages dorthin bringen. Wer echtes, ewiges Leben gewinnen will, muss über diese Welt hinausblicken. Er darf sich vertrauensvoll an Jesus Christus wenden. Der Sohn Gottes nimmt die auf, die ihn im Gebet darum bitten.

Andreas Droese
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Frage
Was werden Sie sich in 100 Jahren wünschen, heute getan zu haben?
Tipp
Wer seine Prioritäten aus dem Blickwinkel der Ewigkeit sortiert, lebt realistischer.
Bibellese
Titus 3,3-7

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