Sonntag, 09. August 2020: Großer Segen bedeutet auch große Verantwortung!

Gott hatte eine schöne Erde geschaffen und dann die Menschen als seine Verwalter hineingestellt. Sie sollten das Ganze, alle Tiere und Pflanzen und auch den Erdboden selbst, in Gottes Auftrag und nach seinen Vorstellungen pflegen und bewahren.
Doch schon bald verachteten die Menschen diesen göttlichen Auftrag und wollten selbst sein wie Gott. Dadurch gerieten sie unter die Herrschaft des Teufels und wurden dessen Knechte. Der leitete sie an, diese schöne Erde zu ruinieren und ihren Mitmenschen das Leben sauer zu machen. Trotzdem überließ sie Gott nicht ihrem Mutwillen, ja, er schickte sogar seinen Sohn, um alles zu tun, was zu einer Versöhnung mit Gott nötig war. Einige ließen sich dadurch zur Umkehr leiten; aber die große Masse hielt an ihrem Hochmut und an ihrem Eigenwillen fest. Das führte schließlich immer deutlicher zu der Ansicht, es gebe gar keinen Schöpfer und alles sei irgendwie zufällig so geworden, wie es heute ist.
Im 19. Jahrhundert erschraken manche Verkünder der »Gott ist tot-Lehre« noch vor den Konsequenzen einer gottlosen Welt; aber inzwischen haben sich die meisten an diesen Gedanken gewöhnt, und wenn die Ereignisse rings um sie her doch zu Furcht einflößend sind, haben sie dank der Unterhaltungsindustrie genügend probate Mittel, sich selbst zu beruhigen.
Karl Marx bezeichnete noch die Religion als »Opium für das Volk«. Heute besteht dieses »Opium« in der allgegenwärtigen Geräuschkulisse, die man so schrill und laut aufdrehen kann, wie man es braucht, um das immer lauter werdende Donnergrollen des herannahenden Weltgerichts zu übertönen. Gott will aber auch heute noch zu uns reden, wenn wir den betörenden Lärm einmal abschalten.

Hermann Grabe
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Frage
Wie müsste man einen Menschen bezeichnen, der Gefahrensignale absichtlich übertönt?
Tipp
Diese Welt haben wir Menschen zwar sehr verdorben; aber Gott hat uns eine neue Erde und einen neuen Himmel versprochen.
Bibellese
2. Petrus 3,1-13

Samstag, 08. August 2020: Menschen haben allen anderen Lebewesen vieles voraus

Wie unser Tagesvers sagt, besteht der menschliche Körper aus den gleichen Stoffen wie derjenige der Tiere. Darum hat er vieles mit ihnen gemein. Auch muss er sich in der gleichen Umwelt zurechtfinden. Er muss dieselbe Luft atmen wie sie und sich wie sie von Gewächsen ernähren und ist den gleichen Witterungseinflüssen ausgesetzt. Das bringt manche Ähnlichkeiten.
Aber die Unterschiede zu den Tieren sind noch weit größer. Menschen sind die Einzigen, die über sich selbst nachdenken und die sich beurteilen können. Dafür gab ihnen Gott eine Einrichtung, die ihnen als Messlatte dient. Und das ist das Gewissen. So etwas haben die Tiere nicht. Erst durch den selbst verschuldeten Sündenfall geriet die Eichung dieser Messlatte leider durcheinander oder wurde auch mutwillig verdorben, sodass die Menschen oft »mit gutem Gewissen« Böses tun können. Eine nur für die Menschen aufgesparte Gabe ist das Sprechen-Können. Dadurch ist die Verbindungsaufnahme zwischem dem Schöpfer und ihnen sowie umgekehrt möglich. Das ist der größte Unterschied zu allen anderen Geschöpfen und hebt sie weit über diese hinaus.
Auch hat Gott den Menschen den Sinn für das Schöne gegeben. Ein Sonnenuntergang am Meer oder ein Morgen im Hochgebirge bedeutet ihm viel, und der Kuh auf der Wiese nebenan bedeutet beides gar nichts. Ihr genügt es, Futter vorzufinden. Menschen können sich an schönen Texten und Kunstwerken und an der Musik erfreuen. Sie können auch über Vergangenes nachdenken und bewusst für die Zukunft planen und sind nicht wie die Tiere auf den Antrieb ihrer unbewussten Instinkte angewiesen. Allerdings will Gott auch Rechenschaft darüber fordern, wie wir mit diesen großen Gaben umgegangen sind.

Hermann Grabe
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Frage
Was bedeutet Ihnen der letzte Satz?
Tipp
Gott will allen, die an ihn glauben, helfen, ihm wohlgefällig zu leben.
Bibellese
Römer 12,9-21

Freitag, 07. August 2020: Was ist Leben?

Wer nicht an den Schöpfer glaubt, muss stattdessen glauben, dass irgendwann einmal tote Materie zu krabbeln begann. Dieser zunächst tote Stoff muss aber auch sehr schnell viele andere Fähigkeiten entwickelt haben, wie Reize empfangen und verarbeiten, Nahrungsverwertung, Vermehrung und vieles mehr, weil das alles unbedingt zum Leben-Können gehört.
Außerdem weiß jeder, dass das Leben keine materielle Größe und den Gesetzen der unbelebten Natur nicht unterworfen ist. Leben ist also etwas völlig anderes, wenn es auch in materiellen Körpern wohnt. Das einzig bekannte Naturgesetz des Lebens hat Louis Pasteur beschrieben. Er sagte: »Leben kommt nur aus Lebendigem« oder: »Leben kommt immer aus einem Ei.«
Wenn das Leben aus toter Materie entstanden sein sollte, müsste diese sich dabei in einen Zustand verändert haben, der mit toter Materie gar nichts mehr zu tun hat, der überhaupt nichts wiegt und dem man auch mit den feinsten Messinstrumenten nicht auf die Spur kommt und der sich auch nie wieder in toten Stoff zurückverwandelt. Es hat einmal jemand gesagt: »Jeder kleine Junge kann einen Käfer tottreten; aber alle Professoren der Welt können ihn nicht wieder lebendig machen.« Und das, obwohl noch alle Stoffe vorhanden sind, die dem Käfer das Leben vor Minuten noch ermöglicht hatten.
Sehen wir uns den Tagesvers an, so erkennen wir, dass das Leben eine besondere Gabe des Schöpfergottes ist. Wir Menschen sollen sie nutzen, Gott während unserer Lebenszeit zu ehren, seinen Zielsetzungen mit uns zu entsprechen und unseren Mitmenschen ihr von Gott geschenktes Leben so schön wie möglich zu machen. Fangen wir doch gleich damit an!

Hermann Grabe
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Frage
Was müssten Sie zu diesem Zweck in Ihrem Leben ändern?
Tipp
Gott fordert Rechenschaft darüber, was wir mit der hohen Gabe des Lebens angestellt haben.
Bibellese
Prediger 11

Donnerstag, 06. August 2020: Alles kann sehr, sehr schnell passieren

Wer an die Zufallsentstehung der Welt glaubt, der muss natürlich annehmen, alles habe sehr lange gedauert. So schätzt man, dass die Erde vor 4,5 Milliarden Jahren entstand. Beweise dafür meint man, in den Zerfallszeiten radioaktiver Stoffe gefunden zu haben. Allerdings muss man dann glauben, alles über das mengenmäßige Vorhandensein dieser Stoffe während einer so langen Zeit zu wissen. Sonst kann man ja mit ihnen keine Berechnungen aufstellen. So liefern dieselben Gesteine bei unterschiedlichen Messungen auch völlig unterschiedliche Ergebnisse.
Am Morgen des 18. Mai 1980 explodierte der Vulkan Mount St. Helens im US-Staat Washington. Das Ereignis war erwartet worden. So konnte alles sorgfältig registriert werden. In Stunden oder wenigen Tagen entstanden dreißig bis vierzig Meter tiefe Schluchten, die durch festes Basaltgestein geschlagen wurden, als rasend schnelle heiße Wasserfluten mitsamt Steinen und Geröll an der Bergflanke herabsausten. Auch entstanden bis zu 180 Meter hohe Gesteinsschichten, die nach einigen Jahren völlig erhärteten und die die gleichen Schichtenmerkmale zeigten, die man in anderen Canyons für das Werk von Millionen Jahren hält.
Mount St. Helens ist ein vergleichbar winziges Ereignis, wenn wir an die riesigen Lavaschichten und Schichtgesteine überall in der Welt denken. Aber kann auch dort nicht alles vergleichbar schnell geschehen sein? Um an eine junge Schöpfung glauben zu können, brauchen wir nur zu bedenken, dass eine kleine Kraft viel Zeit für eine Arbeit benötigt, eine große Kraft aber nur wenig. Und eine unendlich große Kraft braucht nur unendlich wenig, also überhaupt keine Zeit dafür. So betrachtet hat sich also Gott mit sechs Tagen noch viel Zeit gelassen.

Hermann Grabe
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Frage
Was könnte uns nützlicher sein, als diesen Schöpfergott zum Freund zu haben?
Tipp
Die Sintflut allein mit ihren Folgen gäbe das nötige Szenario für die meisten geologischen Ereignisse.
Bibellese
Psalm 148

Mittwoch, 05. August 2020: Zwei Glaubensbekenntnisse

Der wirklich große Naturforscher Charles Darwin hat die Evolutionstheorie nicht erfunden. Er hat ihr nur eine Gestalt gegeben, die in der Öffentlichkeit Anklang fand. Die Menschen waren auf der Suche nach Möglichkeiten, den Glauben an Gott auf »wissenschaftliche Art« loszuwerden. Da kam ihnen das 1859 herausgegebene Buch über die Entstehung der Arten gerade recht.
Nach heutigem Verständnis des Darwinismus war Darwin überhaupt kein Darwinist. Er fürchtete sich z. B. vor dem Gedanken, jemand könne beweisen, dass ein komplexes Organ nicht aus primitiven Vorgängern entwickelt sein konnte. Das hätte nach seiner Meinung seine Theorie vollkommen zerstört.
Auf den Galapagos-Inseln fand er Finken mit ganz unterschiedlichen Schnäbeln. Darin meinte er, eine »Momentaufnahme« der Arbeit der Evolution zu erkennen. Heute weiß man, dass es vielerlei umweltbedingte Unterschiede innerhalb ein und derselben Tierart gibt, die aber nie zu der Entwicklung einer »höheren« Tierart geführt haben, zumal dabei die Frage nach der Änderung des Bauplans (der Gene) völlig offenbleibt. Auch quälte ihn der Gedanke, dass die für seine These nötigen Millionen von Zwischenstufen zwischen den einzelnen Tierstämmen nicht gefunden wurden.
Heute hat man sich angesichts dessen mit manchen Theorien getröstet und fantasievolle »Stammbäume« gemalt. Als Beweis zeigt man unverdrossen immer wieder und überall den »Archaeopteryx« als Zwischenglied zwischen Sauriern und Vögeln. Viel mehr hat man nicht vorzuweisen. Dabei verschweigt man, dass dieses Tier schon voll entwickelte, kompliziert gebaute Federn hatte und dass man in China in vermeintlich noch älteren Schichten »richtige« Vögel fand.

Hermann Grabe
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Frage
Welchen Sinn macht es, den Glauben an einen planenden Schöpfer für einen Glauben an sinnlose Zufälle aufzugeben?
Tipp
Zufallsgläubige müssen sehr viel mehr Unerklärliches glauben als Christen.
Bibellese
Kolosser 1,12-20

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