Samstag, 02. September 2023: Sperrstunde, 2. Mose 12,13

Kriege erschüttern unser Sicherheitsgefühl immens. Solange die anderen betroffen sind, ist die Besorgnis relativ. Aber was, wenn es uns persönlich trifft? Viele Bürger in der Ukraine haben diese Unsicherheit im vergangenen Jahr kennengelernt. Häufiger Fliegeralarm, laute Explosionen und Ausgangssperren in der Nacht – »wegen der Sicherheit …« Aber wie sicher ist sicher, wenn man sich eng zusammengekauert in den Keller zurückziehen muss, weil es um 21.00 Uhr Bomben hagelt?

Das Volk Israel hat in seiner Geschichte auch eine Ausgangsperre erlebt. Nur waren die Umstände anders. Versklavung, Zwangsarbeit und die harten Strafen des ägyptischen Pharaos plagten es. In ihrer Not rief es zu Gott, der das Unheil sah und reagierte. Er forderte den Pharao auf, das Volk freizulassen. Dieser weigerte sich. Nach einer Reihe von Plagen, die ihn ereilten, stand noch eine weitere aus. Diese letzte Plage sollte den sturen Pharao zur Vernunft bringen. Sie beinhaltete den Tod jedes erstgeborenen Menschen im ganzen Land – auch in den Familien der Israeliten. Doch es gab eine Möglichkeit, von dieser harten Plage verschont zu bleiben. Diese Sache erforderte allerdings eine große Portion Glauben. Gott verordnete für diese Nacht eine Ausgangssperre. Außerdem sollte jede Familie ein Lamm schlachten, sein Blut an die Türpfosten und den Türsturz streichen und das Haus bis zum Morgen nicht verlassen. Das Blut verdeutlichte, dass in diesem Haus schon »jemand« gestorben war – stellvertretend.

Das erinnert an Jesus. Auch sein stellvertretender Tod am Kreuz sorgte für echte Sicherheit. Gott macht einen Unterschied, wenn sich Menschen unter den Schutz seines Blutes begeben, das dort am Kreuz floss. Jeder, der das tut, ist für ewig gerettet.

Rudi Löwen


Frage
In welcher Situation haben Sie schon existenzielle Bedrohung erlebt?
Tipp
Uns sollte bewusst sein, dass aufgrund unserer Schuld vor Gott so eine Bedrohung für jeden besteht.
Bibellese
2. Mose 12,1-14

Freitag, 01. September 2023: Bereit für das Verdienstkreuz?, Kolosser 1,20

Letztes Jahr fand ich beim Sperrmüll eine Schachtel voller Orden aus zwei Weltkriegen – samt Verleihungsurkunden. Warum wurden sie weggeworfen? Weil man vielen Soldaten den Orden an die Stelle heftete, an der früher ihr Herz war? Weil sie leider zum Anreiz für den zigtausendfachen späteren »Heldentod« wurden?

Heutzutage gelten Orden immerhin als höchste Anerkennung, die ein Land für Verdienste zu verleihen hat. So werden Personen geehrt, die Herausragendes leisteten. Für die Verleihung kann jeder jeden vorschlagen. Tipp: Wer sich selbst vorschlägt, hat wenig Aussicht auf eine Auszeichnung.

Orden sind billige Belohnungen, denn ein Preisgeld ist mit ihrer Verleihung nicht verbunden. Die Deutsche Gesellschaft für Ordenskunde beklagt, dass sich die Verleihung von Verdienstkreuzen zeitweise zum Automatismus entwickelte. »In bestimmten Positionen – Minister, Diplomaten, Professoren – konnte man sich vor dem Bundesverdienstkreuz quasi nur durch Selbstmord retten.«

Es gibt nur einen Orden, der noch nach dem Tod verliehen wird: die Rettungsmedaille – als öffentlicher Dank für eine beachtliche Rettungstat bzw. die Abwendung einer erheblichen Gefahr. Sie wird dem verliehen, der unter Einsatz seines Lebens zum Retter wurde. Diese Ehrung kann ausdrücklich auch postum erfolgen, wenn der Retter bei seiner Rettungstat umkam. Das führt uns unmittelbar zu Jesus: Ihm wurde keine Rettungsmedaille verliehen. Ihm wurde kein Verdienstkreuz um den Hals gehängt, sondern ein Holzkreuz auf die Schulter gelegt. Dann wurde er selbst daran aufgehängt. Für ihn gab es das Verbrecherkreuz – aber für jeden, der an ihn glaubt, wird dieses Kreuz zum Verdienstkreuz – denn sein Verdienst ist meine Rettung.

Andreas Fett
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Frage
Wen kennen Sie, den Sie fürs Verdienstkreuz vorschlagen könnten?
Tipp
Versäumen Sie heute nicht, ein aufmerksames Lob auszusprechen!
Bibellese
Jesaja 53,1-9

Donnerstag, 31. August 2023: Eine wichtige Entscheidung, Psalm 95,8

Ein Pastor aus Bremen hielt in einer Stadt eine Evangelisationsveranstaltung. Mit seiner direkten, ansteckenden Art hatte er den Zuhörern das Leben mit Jesus Christus und auch das Leben nach dem Tod in der herrlichen Ewigkeit bei Gott so schmackhaft gemacht, dass einer nach der Veranstaltung zum Pastor kam und sagte: »Wenn man das glaubt, was Sie eben verkündet haben, dann ist man akut selbstmordgefährdet.« Er wollte damit betonen, dass der Pastor den Himmel so einladend beschrieben hatte, dass man auf den Gedanken kommen könnte, dort so bald wie möglich hinzugelangen.

Doch das gilt nicht automatisch für jeden. Im Gegenteil, die Bibel klärt uns darüber auf, dass es zwei extrem gegensätzliche Möglichkeiten gibt, wie es für uns nach dem Tod weitergeht:

1. Über solche, die ohne Jesus leben und sterben, heißt es in Matthäus 25,30: Werft sie »hinaus in die äußerste Finsternis. Dort wird das Heulen und Zähneknirschen sein.« 2. Über solche, die mit Jesus leben und sterben, heißt es in Offenbarung 21,4: »Und Gott wird abwischen alle Tränen von ihren Augen, und der Tod wird nicht mehr sein, noch Leid noch Geschrei noch Schmerz wird mehr sein.« Und: »Gott der Herr wird sie erleuchten, und sie werden herrschen von Ewigkeit zu Ewigkeit« (22,5).

Das ist, was Sie erwarten können. Es liegt in Ihrer Hand, wo Sie die Ewigkeit verbringen: in ewiger Finsternis oder bei Gott. Jetzt ist die Zeit, zu Gott umzukehren und um Vergebung zu bitten. Denn Jesus hat mit seinem Leben für die Schuld aller Menschen bezahlt. Wer das im Glauben annimmt, erfährt Vergebung. Übergeben Sie deshalb Ihr Leben Jesus, nur er kann Ihnen ewiges Leben schenken. Nur durch ihn ist auch für Sie der Himmel offen.

Robert Rusitschka
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Frage
Welche Möglichkeit wählen Sie?
Tipp
Es gibt ein »zu spät«. Entscheiden Sie sich heute noch für Jesus!
Bibellese
Hebräer 3,12-19

Mittwoch, 30. August 2023: Das Testament, 1. Petrus 1,4

Der Tod meiner Mutter, die sieben Jahre nach meinem Vater starb, hat mir gezeigt, wie wichtig es ist, ein Testament zu machen. Meine Mutter hatte alles wunderbar geregelt. Sie hat uns sämtliche Vollmachten ausgestellt und gemeinsam mit meinem Vater ein Testament verfasst.

Dieses Testament war wirklich völlig unspektakulär, ein handschriftlich geschriebener DIN-A4-Zettel. Allerdings hat er uns sehr dabei geholfen, den Nachlass zu regeln, denn hätten wir diesen Zettel nicht gehabt, hätten wir uns beim Amtsgericht für viel Geld einen Erbschein besorgen müssen. So blieb uns das erspart. Und auch die Vollmachten waren ein Segen und erleichterten uns, bei aller Trauer, vieles. Dafür bin ich meiner Mutter sehr dankbar.

Nachdem wir nun diese Erfahrung gemacht hatten, setzten sich mein Mann und ich auch eines Tages hin und ordneten unseren Nachlass. Wir suchten uns sämtliche wichtigen Formulare im Internet zusammen und füllten diese mühevoll aus. Dazu gehörten eine Generalvollmacht, eine Vorsorgevollmacht, eine Bankvollmacht und eine Patientenverfügung. Und dann setzten auch wir, ziemlich unspektakulär, ein handschriftliches Testament über unser Erbe auf.

Auch Gott hat sein Testament verfasst. Es steht in der Bibel und ist für jedermann zugänglich. Dort lesen wir, was wir tun müssen, um in der Genuss des göttlichen Erbes zu kommen. Dies ist gar nicht kompliziert, denn Jesus sagt, dass er der Weg und die Wahrheit und das Leben ist. Nur annehmen muss dieses Geschenk der Gnade, die Vergebung der Sünden durch das Blut Jesu, jeder Mensch persönlich. Erst dadurch werden wir zu Kindern Gottes und somit auch zu Erben. Was für eine Gnade!

Sabine Stabrey


Frage
Haben Sie für Ihre Zukunft vorgesorgt?
Tipp
Das himmlische Erbe kann einem niemand wegnehmen.
Bibellese
Römer 11,29-36

Dienstag, 29. August 2023: Der Halt im Leben, Psalm 54,6

Die letzten Jahre waren geprägt von Corona, Krieg in Europa und Naturkatastrophen. Das hat uns viel abverlangt. Wir lebten angepasst an die Entscheidungen, die für uns getroffen wurden. Nichts war mehr sicher – was konnte man noch planen? Auf was war Verlass? Dieser Zustand hat sich bis heute kaum geändert. Man könnte wirklich verzweifeln! Vermutlich tun das viele Menschen, aus verschiedenen Gründen: Angst und Sorgen prägen das Leben, Gefühle der Benachteiligung, Trauer, Wut, Frustration. Erst war Gesundheit das neue Nonplusultra, dann rückten Freiheit und Frieden mit dem Ausbruch des Ukrainekriegs ins Zentrum.

Wir spüren mehr denn je, dass unser Leben sehr fragil ist. Gesundheit ist ein hohes Gut, aber was passiert, wenn man krank wird? Gibt die Familie den ersehnten Halt im Leben? Oder was sonst?

Ich kann Ihnen sagen, was mir Frieden gibt. Einen Frieden, den ich nirgendwo anders finde, auch in meiner Familie nicht. Eine Zuversicht, die so groß ist, dass ich in aller Unsicherheit ruhig sein kann. Es ist das Wissen, dass alles, was hier passiert, an Gott vorbei muss. Ohne ihn könnte man wirklich verzweifeln, keinen Sinn im Leben sehen. Und auch wenn man Gott kennt, ist man nicht völlig frei von Sorgen und Fragen. Aber da ist ein tiefer Frieden in mir, der unabhängig von den Umständen bleibt, denn Gott hat die Kontrolle. Auf ihn ist immer Verlass! Er steht fest, auch wenn alles andere fällt. Das habe ich oft persönlich erfahren. Ich erlebe Gott in meinem Alltag, und er gibt mir die Perspektive der Ewigkeit, weil ich an ihn glaube. Das ist der echte, wahre Halt im Leben! In diesen stürmischen Zeiten sollten wir nicht auf die Wellen schauen, sondern auf den einzigen festen Anker – Jesus Christus.

Ann-Christin Ohrendorf


Frage
Was gibt Ihnen Frieden in einer verrückt spielenden Welt? Was gibt Ihnen echten Halt?
Tipp
Nur bei Jesus Christus finden wir Sinn, Halt und die Hoffnung auf die Ewigkeit.
Bibellese
Matthäus 14,22-33

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