Sonntag, 13. Oktober 2024: Verantwortung und Hingabe, Johannes 18,8-9

Am 13. Oktober 1977 entführten palästinensische Terroristen eine Boeing 737, die »Landshut«, und brachten dabei die Crew sowie 86 Passagiere in ihre Gewalt, um die Bundesrepublik Deutschland zu erpressen. Kapitän des Flugzeugs war Jürgen Schumann. Bei einer Zwischenlandung in Dubai konnte Schumann den Behörden die Zahl der Entführer mitteilen. Als die Geiselnehmer davon erfuhren, ließ der Anführer Schumann im Gang niederknien und drohte, ihn zu erschießen, wenn so etwas noch einmal vorkommen würde.

Nach der Landung im Südjemen drei Tage später verließ Schumann mit Erlaubnis der Entführer das Flugzeug, um das Fahrwerk zu kontrollieren. Er nutzte die Gelegenheit, um Kontakt zur Außenwelt aufzunehmen und in einem Flughafengebäude mit Sicherheitskräften über mögliche Befreiungsaktionen zu sprechen. Anschließend kehrte er freiwillig in die entführte Maschine zurück. An Bord wurde er von einem Entführer im Mittelgang des Flugzeuges angeschrien und dann mit einem gezielten Kopfschuss getötet. Seine Ehefrau Monika sagte später über ihren Mann: »Mein Mann war kein Held. Als Flugkapitän hatte er die alleinige Verantwortung für seine Passagiere. In dieser Verantwortung hat er gehandelt.« Posthum bekam Schumann für seine Tat das Bundesverdienstkreuz verliehen.

Jürgen Schumann hat sein eigenes Leben nicht geschont, sondern nach Möglichkeiten gesucht, die Geiseln zu retten. Er hat Verantwortung übernommen und ist darin ein großes Vorbild. Ein noch größeres Vorbild ist Jesus Christus. Er wusste, dass der Tod auf ihn wartete, wenn er Menschen für die Ewigkeit retten wollte. Dennoch ist er nicht zurückgeschreckt, sondern hat auf Golgatha stellvertretend sein Leben für uns gegeben. Dafür verdient er unsere Dankbarkeit, Liebe und Hingabe.

Martin Reitz
Frage
Wie hätten Sie als Kapitän gehandelt?
Tipp
Jesus Christus kann nicht nur vor dem zeitlichen, sondern sogar vor dem ewigen Tod bewahren.
Bibellese
Hebräer 9,1-5

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Samstag, 12. Oktober 2024: Die Logik des Glaubens, Psalm 19,8

Logik ist das vernünftige Schlussfolgern aus einer Gegebenheit. Schon mein ganzes Leben lang ist mir dieses Prinzip sehr wichtig gewesen. Ich habe Schwierigkeiten, Menschen zu verstehen, die unlogisch denken, reden oder handeln. In meinem Beruf als Kriminalbeamter hat mir diese Maxime schon oft geholfen, denn bei jeder Beweisführung ist Logik oberste Priorität.

Im Alter von etwa 40 Jahren kam ich zum ersten Mal mit Menschen in Kontakt, die an Jesus Christus glaubten und die Bibel für bare Münze nahmen. Zunächst war mir das sehr fremd, denn an einen unsichtbaren Gott zu glauben, widerstrebte einfach meiner Logik. Ich hielt daher sicheren Abstand zu diesen Leuten; aber schließlich kam es dazu, dass ich mir doch genauer anhörte, was sie zu sagen hatten. Ich sah, wie respektvoll sie mit der Bibel umgingen, und ich begann zu ahnen, dass das, was in diesem alten Buch steht, durchaus der Wahrheit entsprechen könnte. Immer noch sehr skeptisch beobachtete ich, recherchierte und hinterfragte das Gehörte und Gelesene, um mir möglichst objektiv einen Eindruck von der Botschaft der Bibel zu verschaffen. Ich bemühte mich dabei nach Kräften, meine persönliche Emotionalität außen vor zu lassen und ernsthaft zu prüfen, ob das, was die Bibel sagt, wahr ist oder nicht.

Mit der Zeit kam ich zu der logischen Schlussfolgerung, dass die Bibel ihrem eigenen Anspruch genügt und wirklich wahr sein muss. Jetzt war eine Reaktion von mir erforderlich. Ich glaubte an die Botschaft der Bibel, dass Jesus für meine Sünden gestorben und dass er der Einzige ist, der mich retten kann. Ich bekannte Jesus meine Schuld und lud ihn ein, von nun an der Herr meines Lebens zu sein. Bis heute habe ich diesen Schritt niemals bereut.

Axel Schneider
Frage
Was tun Sie, wenn Sie an der Wahrheit der Bibel zweifeln?
Tipp
Lassen Sie sich darauf ein, die Bibel einer gründlichen Prüfung zu unterziehen!
Bibellese
Psalm 19,8-15

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Freitag, 11. Oktober 2024: Lebensrettende Diagnose vom Spielfeldrand, Matthäus 9,12

Eigentlich wollte sich die Medizinstudentin Nadia Popovici im Oktober 2021 nur ein Eishockeyspiel anschauen. Doch dann fiel ihr ein verdächtiger Leberfleck am Hals von Brian Hamilton, einem Zeugwart der Vancouver Canucks, auf. Sie wollte ihn darauf aufmerksam machen, doch durch die trennende Schutzscheibe war keine direkte Kommunikation möglich. Schließlich tippte sie folgende Nachricht in ihr Handy und hielt das Display an die Scheibe: »Der Leberfleck an der Rückseite Ihres Halses ist möglicherweise Krebs. Bitte gehen Sie zu einem Arzt!« Irgendwann entdeckte der Zeugwart die Botschaft, nahm sie ernst und ließ sich untersuchen. Der Fleck erwies sich als schwarzer Hautkrebs, den die Ärzte erfolgreich entfernen konnten. Für Brian Hamilton ist die aufmerksame Studentin dadurch zur Lebensretterin geworden. Dankbar lobte er ihre Hartnäckigkeit, im Trubel eines Eishockeyspiels auf die gefährliche Krankheit hinzuweisen.

Anders als dieser kanadische Zeugwart nehmen viele Menschen Hinweise auf bedrohliche Krankheiten nicht ernst. Das gilt erst recht, wenn es um die Gesundheit ihrer Beziehung zu Gott geht. Als Jesus erklärte: »Nicht die Gesunden brauchen den Arzt, sondern die Kranken«, sagte er gleichzeitig: »Ich bin nicht gekommen, um Gerechte zu rufen, sondern Sünder.« Mit dieser Bildsprache wies Jesus darauf hin, dass Sünde wie eine schlimme Krankheit wirkt. Sie zerstört Leben und führt zum Tod. Gleichzeitig stellte sich Jesus als Arzt vor, der uns heilen möchte. Bis heute weist er uns durch die Bibel auf »Flecken« in unserem Denken, Reden und Handeln hin. Wir sollen erkennen, dass wir vor Gott Sünder sind. Jesus bittet uns dringend: Komm zur mir – dem Arzt und Retter!

Andreas Droese
Frage
Wo hat Jesus Christus schon versucht, Ihre Aufmerksamkeit zu bekommen?
Tipp
Ärgern Sie sich nicht über Hinweise auf Sünde, sondern bitten Sie Jesus im Gebet um Vergebung und Rettung!
Bibellese
Matthäus 9,1-13

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Donnerstag, 10. Oktober 2024: Die Todesstrafe, Hebräer 9,27-28

Die Zahl der Hinrichtungen in den USA ist seit Jahren rückläufig. Das liegt aber nicht daran, dass es weniger Straftäter gibt. Es fehlen die Mittel für Gift und Fachpersonal für die Verrichtung der Exekution. Was für uns ein Tabuthema ist, ist in den USA gang und gäbe. Die Todesstrafe wurde 1976 erneut eingeführt und seitdem über 1500-mal vollzogen. Aber die Quote ist rückläufig: 2022 gab es »nur noch« 18 solcher Hinrichtungen. Die Gründe dafür sind fehlendes Personal und fehlende Apotheker, die das Gift für die Giftspritze (wird häufiger verwendet als der elektrische Stuhl) herstellen können, aber natürlich auch die Debatten um die Berechtigung der Todesstrafe. Laut Studien befürwortet jedoch nach wie vor die Mehrheit der Amerikaner weiterhin die Todesstrafe.

Ein heikles Thema. Im deutschen Grundgesetz ist klar festgelegt: Kein Mensch hat das Recht, jemandem das Leben zu nehmen, auch wenn dieser die größten Verbrechen begangen hat. Die Todesstrafe wurde in Deutschland damit abgeschafft. Der Tod selbst ist allerdings nach wie vor für jeden Realität. Früher oder später ereilt er uns alle. Und die Bibel bezeugt, dass danach ein Gericht kommt (siehe Tagesvers). Damit ist also keineswegs alles erledigt, was in unserem Leben geschah. Die entscheidende Frage ist dann: Wie beurteilt Gott unser Leben? Hält es seinen Maßstäben stand? Die Frage können wir jetzt schon beantworten: Ganz sicher nicht. Denn wir sind alle schuldig vor ihm, ob mit kleinen oder großen Sünden. In der Ewigkeit bei Gott ist kein Platz für Sünder. Das ist die harte Wahrheit.

Wahr ist aber auch, dass Jesus unsere Sünden auf sich nahm und am Kreuz die Strafe dafür bezahlte. Wer das glaubt und für sich in Anspruch nimmt, findet für ewig Gnade bei Gott!

Tim Petkau
Frage
Unter welchen Voraussetzungen müssten Sie Gottes Gnade in Anspruch nehmen?
Tipp
Wir sind alle auf Gottes Gnade angewiesen – vom schlimmsten Verbrecher bis zum gutmütigsten Menschen auf der Welt.
Bibellese
Römer 3,10-12.21-26

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Mittwoch, 09. Oktober 2024: Schindlers Liste, 1. Timotheus 2,1

Heute von 50 Jahren starb der deutsch-mährische Unternehmer Oskar Schindler. Weltweit bekannt wurde er durch Thomas Keneallys Roman und Steven Spielbergs Spielfilm »Schindlers Liste«. Oskar Schindler rettete gemeinsam mit seiner Frau Emilie ca. 1200 jüdischen Zwangsarbeitern das Leben. Er täuschte vor, dass er die Juden dringend für die Arbeit in seiner Munitionsfabrik bräuchte, und rettete sie damit vor den Fängen des NS-Regimes. Auf seiner berühmt gewordenen Liste gab er ungelernte Menschen und sogar Kinder als Facharbeiter aus. Die Liste mit den Namen aller durch ihn geretteten Juden wurde zwei Jahre vor seinem Tod in der Hebräischen Universität Jerusalem ausgelegt.

Oskar Schindlers mutige Tat verdient höchsten Respekt, denn er hat viele Menschen vor einem grausamen Tod bewahrt. Noch schlimmer ist es allerdings, die Ewigkeit getrennt von Gott und seiner Liebe verbringen zu müssen. Damit das nicht geschieht, ist Jesus Christus auf diese Welt gekommen, um für die Sünden der Menschen zu sterben und sie mit Gott zu versöhnen. Wer daran glaubt, der ist gerettet und darf einmal bei Gott im Himmel sein – was auch immer ihn auf der Erde noch erwartet. Sein Name steht im »Buch des Lebens«, woraus er niemals mehr entfernt werden kann (vgl. Offenbarung 20,15).

Ich bete dafür, dass noch viele meiner Bekannten das erleben und führe deshalb eine Liste, auf der viele Namen stehen. Dass diese Mühe nicht umsonst ist, hat mir Gott inzwischen mehrmals bestätigt. Ich durfte tatsächlich erleben, dass sich etliche Menschen Gott zugewandt haben und sich als erwachsene Menschen noch taufen ließen. Es ist noch nicht zu spät: Lassen auch Sie sich von Jesus Christus retten!

Sabine Stabrey
Frage
Was hindert Sie, sich von Jesus Christus retten zu lassen?
Tipp
Das Wichtigste ist, dass unser Name im Buch des Lebens steht.
Bibellese
Philipper 4,1-7

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