Montag, 31. Juli 2023: Gott auf dem Mond erlebt, Psalm 139,8

»Sag, wo wohnt der liebe Gott? / Wohnt er weit, weit hinterm Mond? / Nein, Gott wohnt nicht weit von hier, / er ist nah bei dir und mir.« So hat es Margret Birkenfeld einmal in einem ihrer Kinderlieder beschrieben. Es gibt tatsächlich keinen Winkel im Universum, an dem ein Mensch nicht Gottes Nähe erfahren könnte. Er ist für keinen von uns in unerreichbarer Ferne, egal, wo wir uns gerade aufhalten oder in welcher Lage wir uns befinden. Überall kann er uns begegnen.

Dass Gott quasi nur ein Gebet weit von uns entfernt ist, das erlebte der US-amerikanische Astronaut James Irwin (1930-1991) heute vor 52 Jahren ausgerechnet auf dem Mond. Irwin startete im Jahr 1971 als Pilot der Mondlandefähre der Apollo-15-Mission ins Weltall. Er war der achte Mensch, der jemals den Mond betrat. Während der gefährlichen Arbeiten auf der Mondoberfläche wollte ein Experiment der Astronauten nicht gelingen. Da kam ihm die Idee, wie in seinen Kindheitstagen zu beten: »Gott, ich brauche jetzt deine Hilfe!« Daraufhin geschah etwas Seltsames. Er berichtete später: »Ich empfand ein Gefühl der Inspiration, dass da jemand mit mir war, der über mich wachte und mich beschützte. Rund um uns war so viel Schönheit, dass wir uns gar nicht vorkamen wie an einem fremden Ort. Aber was mich tief in der Seele bewegte und meinem Leben eine Wende gab, war, dass ich Gottes Gegenwart spürte.«

Dieses Erlebnis hat sein Leben umgekrempelt. Nach seinem Ausscheiden aus der NASA wurde es sein größter Wunsch, dass Menschen Jesus Christus kennenlernen. Er bereiste viele Länder, um seine Erlebnisse und seinen Glauben an Jesus weiterzugeben. Er war überzeugt: »Dass Jesus auf dieser Erde gegangen ist, ist so viel wichtiger, als dass der Mensch auf dem Mond war.«

Arndt Plock
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Frage
An welchem Ort haben Sie schon einmal Gottes Gegenwart gespürt?
Tipp
Für jeden von uns gilt: »Naht euch zu Gott, so wird er sich zu euch nahen!« (Jakobus 4,8)
Bibellese
Jesaja 57,15

Sonntag, 30. Juli 2023: Einsamkeit, Psalm 42,6

In einer schriftlichen Stellungnahme zum Thema Einsamkeit, die im Jahr 2021 für den Deutschen Bundestag verfasst wurde, ist zu lesen, dass 10 bis 20 Prozent der Deutschen von chronischer Einsamkeit betroffen sind. Was für eine erschreckend hohe Zahl! Einsamkeit ist ein Tabuthema, insbesondere in unserer Zeit, die von den sozialen Medien und den dortigen Interaktionen über Likes und Kommentare geprägt ist. Die virtuelle Welt ersetzt zunehmend analoge Kontakte und Freundschaften. Wer mag schon gerne zugeben, dass er in Wirklichkeit allein hinter seinem Bildschirm sitzt? Wer will sich eingestehen, dass von seinen einhundert Facebook-Freunden im Ernstfall niemand kommen würde, um ihm zu helfen?

Einsamkeit verursacht gravierende Gesundheitsschäden, wodurch wiederum hohe Kosten für das Gesundheitssystem entstehen. Es erscheint nur logisch, dass diesem Phänomen entgegengewirkt werden muss. Aber die Wartelisten bei Ärzten und Psychotherapeuten sind lang. Viele haben eine lange Odyssee hinter sich, bevor sie überhaupt Hilfe erwarten können.

Auch in der Bibel finden wir Menschen, die traurig, mutlos und einsam waren. Die Psalmen, eine Liedersammlung aus dem Alten Testament, sind voll davon. Doch wie sind die Schreiber mit ihrem Leid umgegangen? Sie haben sich an Gott gewandt. Sie haben versucht, ihn trotz aller Widrigkeiten zu loben, und sie haben sich von ihm Hilfe und Beistand erbeten. Oft endet ein Psalm zuversichtlich und hoffnungsvoll, obwohl er traurig begonnen hat. Ja, Vertrauen in Gott kann einem neuen Mut geben. Das wirkt sich positiv auf Körper und Seele aus. Wie gut, dass es Gott als Ansprechpartner gibt. Wer sich in seiner Einsamkeit an ihn wendet, ist niemals völlig allein.

Annegret Heyer


Frage
Wann haben Sie das letzte Mal Gott um Hilfe gebeten, wenn keine menschliche Unterstützung in Sicht war?
Tipp
Auch in schweren Situationen kann man jeden Tag etwas Gutes und einen Grund zum Danken finden.
Bibellese
Psalm 42

Samstag, 29. Juli 2023: Was tut Gott aktuell in der Welt?, Sacharja 1,3

Naturkatastrophen, Überschwemmungen, Hungersnöte, Heuschreckenplagen, Tsunamis, Krankheiten und Kriege. Es gibt so viel Leid auf der Welt! Warum geschieht das alles? Was ist der Sinn dahinter?

Diese Unglücke sind Aufrufe Gottes an uns, unser Leben zu hinterfragen. Gott hat für die Menschheit in ihrem Elend eine barmherzige und gnädige Botschaft. Gleichzeitig ist diese Botschaft sehr persönlich und gilt jedem Einzelnen. Das wird klar, wenn wir eine Begebenheit aus dem Lukasevangelium lesen. Einige Leute kamen zu Jesus und berichteten ihm von einer Gräueltat des Statthalters Pilatus, bei der eine Reihe Menschen ums Leben gekommen waren. Sie wollten wissen, warum so etwas Schreckliches passiert war. War das vielleicht eine Strafe Gottes?

Jesu Antwort ist erstaunlich. Der Sinn, den Jesus in dieser Katastrophe sieht, betrifft nicht die Getöteten, sondern die Lebenden. Jesus stellt fest, dass diejenigen, die ermordet wurden, keine größeren Sünder waren als diejenigen, die gerade vor ihm stehen. Jesus sagt ihnen: Lasst uns nicht mehr über die Toten sprechen. Lasst uns über euch und euer Leben sprechen! Das ist viel dringender!

Bis heute haben alle Menschen dasselbe Problem: Wir alle haben uns nicht nach Gott gesehnt, er spielt in unserem Leben kaum eine Rolle. Wir sind schuldig vor ihm. Gott aber will uns immer wieder wachrütteln, damit wir erkennen, dass wir ihn brauchen. Krisen und Katastrophen sind eine Chance zu realisieren, dass uns diese Welt weder Sicherheit noch Erfüllung geben kann. Gott will uns durch diese Ereignisse aufwecken, damit wir zu ihm umkehren, ihm unsere Schuld bekennen und von nun an auf ihn vertrauen.

Sebastian Weißbacher
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Frage
Lassen Sie sich wachrütteln?
Tipp
»Gott flüstert in unseren Freuden, er spricht in unserem Gewissen, aber er schreit in unserem Leid. Leid ist sein Megafon, eine taube Welt aufzuwecken.« (C. S. Lewis)
Bibellese
Lukas 13,1-5

Freitag, 28. Juli 2023: Nur eine Wahrheit?, Johannes 14,6

Letzte Woche hatte ich während meiner Behandlung ein interessantes Gespräch mit der Osteopathin. Wir sprachen über das, was wir in unserem Leben erlebt haben, und kamen schnell zu der Feststellung, dass wir beide Gott in unserem Leben schon erfahren haben und er uns in schwierigen Situationen geholfen hat. Dann fragte ich die Frau, was sie über Jesus denkt, und da hörten unsere Gemeinsamkeiten auf. Jesus war für sie einfach nur ein Vorbild und sicher nicht die eine Wahrheit. Dafür habe sie schon zu viele andere Religionen kennengelernt.

Man erlebt so etwas immer wieder: Über Gott können viele Menschen reden. Aber wenn es um Jesus geht, dann scheiden sich die Geister. Woran liegt das? Ein allgemeiner Glaube an Gott fordert noch keine Veränderung. Man kann Gott als Helfer, Richter, Beschützer oder Schöpfer sehen oder einfach als jemanden, der wohlwollend auf uns Menschen herabblickt. Einer, der da ist, wenn man Not hat, und die Menschen mit Gutem segnet. Manche denken auch, Gott wäre in jeder Religion ein und derselbe.

Doch der Gott der Bibel ist ganz anders. Wer diesen Gott kennenlernen will, der kommt an Jesus nicht vorbei. Jesus sagt über sich, dass er der Weg, die Wahrheit und das Leben ist und dass man nur durch ihn zu Gott kommt. Das ist ein deutlicher Absolutheitsanspruch, oder? Jesus macht klar, dass es falsch verstandene Toleranz ist, wenn jeder sich seinen eigenen Glauben zusammenbastelt. Denn es gibt eine absolute Wahrheit; aber die fordert eine Entscheidung von mir: Glaube ich an den Sohn Gottes oder nicht? Nehme ich den Weg über ihn zu Gott, oder probiere ich es selbst? Jesus verspricht jedem, der an ihn glaubt, das Leben in Fülle. Es lohnt sich also, ihn kennenzulernen!

Ann-Christin Ohrendorf


Frage
Kennen Sie Gott eher nur allgemein oder ganz persönlich?
Tipp
Nur Jesus macht eine innige Beziehung zu Gott möglich.
Bibellese
Johannes 14,1-9

Donnerstag, 27. Juli 2023: Jesus finden, Sprüche 21,21

Selbstfindung ist das Balancieren auf dem schmalen Grat zwischen Individualität (ich bin einmalig und tue Einmaliges) und Konformität (ich bin wie alle, ich tue das Gleiche wie alle). Es gibt Selbstfindungskurse, die es ermöglichen sollen, seinen Charakter und seine Persönlichkeit zu entwickeln und dadurch zu lernen, glücklich zu sein. Das Motto der Selbstfindung lautet: lebendig statt funktionierend. Es gilt, die Lebenskraft zu finden, das Vertrauen in sich selbst zu stärken, inneres Wachstum und größere Lebensqualität und Herzensfreude zu erlangen. Das alles hört sich gut an, verlangt jedoch von jedem, der es tut, viel Egoismus und endet nicht selten in einer noch größeren Unzufriedenheit.

Der Glaube an Jesus Christus zeigt völlig andere Perspektiven der Selbstfindung auf. Wenn ich Christus finde, dann finde ich mich selbst. Dadurch finde ich ein Leben, das lebenswert ist und gerne von mir gelebt wird, weil Jesus an meiner Seite ist. Ich bin lebendig und funktioniere! Ich wachse innerlich zu Jesus hin. Christsein bedeutet niemals Konformität. Als Menschen sind wir alle verschieden, und gerade das will Gott, und es gefällt ihm auch. Jeder von uns ist von und vor Gott ein besonderes und einmaliges Individuum.

Es ist bedauernswert, dass sich viele Menschen auf dem Selbstfindungs- und Egotrip befinden. Obwohl sie es abstreiten, sind ihnen die anderen im Grunde genommen gleichgültig. Dagegen steht die Lebensfreude durch Jesus, der ein Vorbild des Liebens und Gebens ist.

Ich selbst habe erfahren, dass Jesus mich so liebt, wie ich bin, mit all meinen Schwächen und Fehlern. Ich brauche mich nicht mehr selbst zu finden, Jesu hat mich gefunden.

Axel Schneider
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Frage
Sind Sie unzufrieden und auf der Suche?
Tipp
Es gilt, beim richtigen Angebot zuzugreifen.
Bibellese
Matthäus 10,39-42

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