Donnerstag, 16. Januar 2025: Mein Haushaltsplan und Gott, Matthäus 6,21

»Erzähle mir nicht, was du wichtig findest, sondern zeige mir deinen Haushaltsplan. Dann sage ich dir, was du wichtig findest!« US-Präsident Joe Biden erzählte, dass er diesen Tipp von seinem Vater erhalten habe. Er hat dadurch gelernt, dass ein politisches Ziel ohne die Bereitstellung der erforderlichen finanziellen Mittel lediglich ein kraftloses Lippenbekenntnis bleibt. Die Höhe des Investitionsbudgets ist daher ein Gradmesser, ob jemand dieses Ziel wirklich erreichen will.

Viele Menschen sagen, sie glauben an Gott. Doch in ihrem Leben ist nichts davon zu sehen, dass sie in die Beziehung zu Gott investieren. Sie nehmen sich kaum Zeit, über seine Person und seinen Willen nachzudenken, in der Bibel zu lesen oder zu beten. Auch ihr Umgang mit Geld und Besitz zeigt, dass sie sich vorrangig für diesseitige Dinge interessieren.

Jesus fordert uns in Matthäus 6 auf, uns lieber einen Schatz im Himmel statt auf der Erde zu sammeln – denn dort garantiert Gott für dessen Sicherheit. Schätze auf der Erde sind dagegen durch Inflation, Diebstahl usw. gefährdet und müssen spätestens mit dem Tod zurückgelassen werden. Wenn wir an erster Stelle die bestmögliche Versorgung unserer irdischen Lebensumstände anstreben und uns um gutes Essen, modische Kleidung usw. sorgen, räumen wir Gott damit automatisch eine nachrangige Priorität ein. Unser Leben zeigt dann, dass wir nicht daran glauben, dass er uns mit allem Nötigen versorgen möchte. Wenn wir dagegen wirklich an Jesus Christus glauben, wird man das auch an unserem Zeit- und Haushaltsplan ablesen können. Gott geht es dabei nicht um unser Geld – aber er möchte unser Herz zu sich ziehen, um uns mit einem Schatz im Himmel zu beschenken.

Andreas Droese

Mittwoch, 15. Januar 2025: Dramatischer als Dracula, Matthäus 18,6

Ich war zehn. Nach einem Skisturz lag ich mit Beinbruch im Krankenhaus. Da schob die Nachtschwester ungefragt einen Fernseher auf einem Rolltisch in unser Viererzimmer. Sie setzte sich ausgerechnet auf meine Bettkante und schaute sich »Graf Dracula« an – im Januar 1977 noch in Schwarz-Weiß. Daher war kaum Blut zu sehen, dafür aber ein finsterer Fiesling, der im Sarg schlief, offene Gräber aufsuchte und überall sein Unwesen trieb – nicht nur im Film, sondern noch lange in meiner kindlichen Seele. Das war der grässlichste Grusel, den ich je durchlitten habe. Die Bilder bereiteten mir noch lange Albträume. Der Unhold aus Transsilvanien blieb auch in meiner kindlichen Fantasie untot.

Wie viel dramatischer als jener Dracula-Film ist aber das, was mittlerweile auf unsere Kinder niederprasselt! Wie schützen wir sie vor Splatter, Schmutz und Schamlosigkeit der Smartphones auf dem Schulhof?

Jesus betont, dass Gott den belohnt, der »einem dieser Kleinen« nur eine kleine Aufmerksamkeit schenkt (Matthäus 10,42). Aber ebenso warnt er davor, was dem droht, der »einem dieser Kleinen« einen Anstoß gibt: »Für den wäre es besser, dass ein Mühlstein um seinen Hals gehängt und er ersäuft würde im Meer, wo es am tiefsten ist« (Matthäus 18,6). Das mag drastisch klingen, aber was für eine furchtbare Schuld laden diejenigen auf sich, die etwa durch Bilder, Texte oder Videos Kinderseelen verletzen und zu ihrem Verderben beitragen?

Es ist schlimm genug, gegen sich selbst zu sündigen, aber Kinder zur Sünde zu verleiten oder schuldhaft zu beschädigen, bedeutet Reinheit zu beflecken, Leben zu zerstören, Seelen zu verderben. Und wer die Neugier und Arglosigkeit eines solchen Kleinen ausnutzt, den wird Gott besonders hart zur Rechenschaft ziehen!

Andreas Fett

Dienstag, 14. Januar 2025: Zieh dein Haustier an!, Jesaja 64,5

Heute findet der »National Dress-Up-Your-Pet-Day« (der »Zieh-dein-Haustier-an-Tag«) statt. Dieser kuriose Gedenktag existiert seit dem Jahr 2009 und stammt aus den USA. Dort ist es offenkundig weiterverbreitet als bei uns, seinem Hund oder seiner Katze besondere Kleidungsstücke anzuziehen. Dabei mag es durchaus Rassen und Züchtungen geben, deren Fellkleid tatsächlich vor allem im Winter nicht ausreichend schützt und eine bessere Bekleidung erforderlich macht. Bei alten oder kranken Tieren kann ich das ebenfalls nachvollziehen. Unserem Hund haben auch wir einmal nach einer Operation ein – vom Tierarzt verordnetes – »Leibchen« überziehen müssen, um die Operationswunde zu schützen. Beim »National Dress-Up-Your-Pet-Day« hingegen hat die Bekleidung des Haustieres keinen besonderen Nutzen.

Auch der Tagesvers spricht von einer Kleidung, die ihre Funktion nicht erfüllt. Es geht um Menschen, die sich sozusagen mit ihrer eigenen Gerechtigkeit, das heißt mit den eigenen religiösen Anstrengungen und guten Taten bekleidet, der Beurteilung Gottes unterziehen. Doch der Schreiber Jesaja macht klar, dass all unsere menschlichen Bemühungen in den Augen Gottes wirken wie ein dreckiges, verschmutztes Kleid. Die Flecken werden verursacht durch unsere Sünden, die uns anhaften und die Gott sehr genau sieht.

Doch derselbe Jesaja weiß, wer Abhilfe für diese mangelhafte Bekleidung schenken kann: »Ich freue mich im HERRN, und meine Seele ist fröhlich in meinem Gott; denn er hat mir die Kleider des Heils angezogen und mich mit dem Mantel der Gerechtigkeit gekleidet« (Jesaja 61,10)! Wer Gott seine Flecken bekennt, den bekleidet er mit seiner göttlichen Gerechtigkeit – ein herrlich makelloses Outfit!

Markus Majonica

Montag, 13. Januar 2025: Zukunftsängste, Jesaja 12,2

Viele Menschen sind verunsichert und verängstigt darüber, was die Zukunft bringt. Umweltereignisse, Kriege und Katastrophen machen uns Angst. Einer Studie zufolge tritt weltweit Extremwetter vier- bis fünfmal so häufig auf wie noch in den 1970er-Jahren und richtet siebenmal so hohe Schäden an! Immer neue und altbekannte Kriege vermitteln ein Gefühl der Unsicherheit. Naturkatastrophen fordern Zehntausende Opfer, und man bekommt den Eindruck, dass der Mensch daran nicht ganz schuldlos ist. Und all die Not wird uns durch die Medien hautnah ins Wohnzimmer gebracht. Ist also die Angst vor der Zukunft berechtigt? Die Antwort ist ein klares Ja!

Denn was können wir als Einzelne oder auch als Gesellschaft dagegen tun? Angesichts der gegenläufigen Interessen vieler Länder, Gruppierungen und Unternehmen werden auch unsere stärksten Bemühungen ohne nennenswerten Erfolg bleiben. Die Erde steuert auf ein von Menschen verursachtes, vor allem moralisches Fiasko zu.

Aber wenn wir auch die Welt nicht ändern können, so können wir doch uns selbst grundlegend einer Änderung unterziehen lassen. Die Bibel weist uns nämlich auf ein viel weiter reichendes Problem hin, das unabhängig davon, was mit unserem Globus passiert, jeden von uns betrifft: die Tatsache, dass der Lohn für unsere Sünde und Schuld, die wir zigfach in so vielen Situationen unseres Lebens erwiesen haben, der Tod ist. Die Zukunft findet also ohne uns statt. Das aber kann sich ins Gegenteil kehren, wenn wir uns Gott zuwenden, ihn um Vergebung bitten und um das neue Leben, dass er uns dann gern schenkt. Das geht nämlich über den Tod hinaus. Mit dieser Perspektive können wir gelassen und ohne Sorgen den morgigen Tag angehen. Gott ist gut, und er steht an unserer Seite!

Axel Schneider

Sonntag, 12. Januar 2025: Unser Mond – eine besondere Idee unseres Schöpfers, Psalm 8,4

Ist der Mond etwa nur eine hübsche Verzierung am Nachthimmel? Oder doch mehr? Er ist ein absolut notwendiges Glied in jener Kette von Bedingungen, die das Leben auf der Erde überhaupt erst möglich machen. Es ist der Mond, der die Drehachse der Erde mit ihrem Neigungswinkel von 23,5 Grad stabil hält. Maßgebend hierfür ist sein außergewöhnlich großer Bahndrehimpuls um die Erde. Ohne die stabilisierende Wirkung des Mondes würde die Erde nach den Gesetzen der Chaostheorie im Raum taumeln und sich dabei auch der Sonne nähern. Das wäre der Tod allen Lebens. Für die Erde ist er weiterhin unbedingt erforderlich, da er durch den Ebbe-Flut-Mechanismus ständig die Meere durchmischt.

Eine wichtige physikalische Kenngröße rotierender Körper ist der Drehimpuls. Es ist höchst bemerkenswert, dass der Bahndrehimpuls des Mondes um die Erde größer ist als der Rotationsdrehimpuls der Erde um ihre eigene Achse, und zwar um den Faktor 4,8. Bei allen anderen Planet-Mond-Systemen ist der Bahndrehimpuls des jeweiligen Satelliten nur ein kleiner Bruchteil des Rotationsdrehimpulses des Planeten. Der Bahndrehimpuls des größten Jupitermondes macht nur 0,0000004 % des Rotationsdrehimpulses seines Planeten aus.

Die Liste der unwahrscheinlichen Ereignisse, die uns das Leben auf der Erde erst ermöglichen, könnte fast endlos fortgesetzt werden. Anders ausgedrückt: Die Existenz unseres Universums und des Lebens auf unserer Erde hängt nicht nur an einem, sondern an Tausenden von seidenen Fäden, die alle gleichzeitig vorhanden sein müssen. Würde auch nur einer fehlen, gäbe es uns nicht. Wie gut, dass ein weiser Schöpfer alles so präzise geplant und ausgeführt hat!

Werner Gitt

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