Montag, 13. Januar 2025: Zukunftsängste, Jesaja 12,2

Viele Menschen sind verunsichert und verängstigt darüber, was die Zukunft bringt. Umweltereignisse, Kriege und Katastrophen machen uns Angst. Einer Studie zufolge tritt weltweit Extremwetter vier- bis fünfmal so häufig auf wie noch in den 1970er-Jahren und richtet siebenmal so hohe Schäden an! Immer neue und altbekannte Kriege vermitteln ein Gefühl der Unsicherheit. Naturkatastrophen fordern Zehntausende Opfer, und man bekommt den Eindruck, dass der Mensch daran nicht ganz schuldlos ist. Und all die Not wird uns durch die Medien hautnah ins Wohnzimmer gebracht. Ist also die Angst vor der Zukunft berechtigt? Die Antwort ist ein klares Ja!

Denn was können wir als Einzelne oder auch als Gesellschaft dagegen tun? Angesichts der gegenläufigen Interessen vieler Länder, Gruppierungen und Unternehmen werden auch unsere stärksten Bemühungen ohne nennenswerten Erfolg bleiben. Die Erde steuert auf ein von Menschen verursachtes, vor allem moralisches Fiasko zu.

Aber wenn wir auch die Welt nicht ändern können, so können wir doch uns selbst grundlegend einer Änderung unterziehen lassen. Die Bibel weist uns nämlich auf ein viel weiter reichendes Problem hin, das unabhängig davon, was mit unserem Globus passiert, jeden von uns betrifft: die Tatsache, dass der Lohn für unsere Sünde und Schuld, die wir zigfach in so vielen Situationen unseres Lebens erwiesen haben, der Tod ist. Die Zukunft findet also ohne uns statt. Das aber kann sich ins Gegenteil kehren, wenn wir uns Gott zuwenden, ihn um Vergebung bitten und um das neue Leben, dass er uns dann gern schenkt. Das geht nämlich über den Tod hinaus. Mit dieser Perspektive können wir gelassen und ohne Sorgen den morgigen Tag angehen. Gott ist gut, und er steht an unserer Seite!

Axel Schneider

Sonntag, 12. Januar 2025: Unser Mond – eine besondere Idee unseres Schöpfers, Psalm 8,4

Ist der Mond etwa nur eine hübsche Verzierung am Nachthimmel? Oder doch mehr? Er ist ein absolut notwendiges Glied in jener Kette von Bedingungen, die das Leben auf der Erde überhaupt erst möglich machen. Es ist der Mond, der die Drehachse der Erde mit ihrem Neigungswinkel von 23,5 Grad stabil hält. Maßgebend hierfür ist sein außergewöhnlich großer Bahndrehimpuls um die Erde. Ohne die stabilisierende Wirkung des Mondes würde die Erde nach den Gesetzen der Chaostheorie im Raum taumeln und sich dabei auch der Sonne nähern. Das wäre der Tod allen Lebens. Für die Erde ist er weiterhin unbedingt erforderlich, da er durch den Ebbe-Flut-Mechanismus ständig die Meere durchmischt.

Eine wichtige physikalische Kenngröße rotierender Körper ist der Drehimpuls. Es ist höchst bemerkenswert, dass der Bahndrehimpuls des Mondes um die Erde größer ist als der Rotationsdrehimpuls der Erde um ihre eigene Achse, und zwar um den Faktor 4,8. Bei allen anderen Planet-Mond-Systemen ist der Bahndrehimpuls des jeweiligen Satelliten nur ein kleiner Bruchteil des Rotationsdrehimpulses des Planeten. Der Bahndrehimpuls des größten Jupitermondes macht nur 0,0000004 % des Rotationsdrehimpulses seines Planeten aus.

Die Liste der unwahrscheinlichen Ereignisse, die uns das Leben auf der Erde erst ermöglichen, könnte fast endlos fortgesetzt werden. Anders ausgedrückt: Die Existenz unseres Universums und des Lebens auf unserer Erde hängt nicht nur an einem, sondern an Tausenden von seidenen Fäden, die alle gleichzeitig vorhanden sein müssen. Würde auch nur einer fehlen, gäbe es uns nicht. Wie gut, dass ein weiser Schöpfer alles so präzise geplant und ausgeführt hat!

Werner Gitt

Samstag, 11. Januar 2025: Neutral bleiben genügt nicht, Jakobus 4,17

Während der Besetzung Hollands durch die Nationalsozialisten verbergen sich in der Prinsengracht 263 von Amsterdam acht jüdische Personen. Unter ihnen die Familie Anne Franks, das Mädchen, das durch sein Tagebuch bekannt geworden ist. Zu den Helfern der Versteckten gehört die Sekretärin Miep Gies. Zwei Jahre hilft sie, Nahrung in die geheime Unterkunft zu schleusen. Zwei Jahre lang hält sie die Versteckten über die politische Entwicklung auf dem Laufenden. Zwei Jahre ist sie bestrebt, ihnen Gutes zu tun. Leider werden die Untergetauchten im Sommer 1944 verraten und verhaftet. Nur Otto Frank, der Vater von Anne, überlebt das Martyrium. Heute vor 15 Jahren, ist Miep Gies im Alter von 100 Jahren gestorben.

Man könnte sich nun fragen, was die guten Taten von Miep Gies denn bewirkt haben. Sind sie nicht am Ende vergeblich gewesen? Wenn es das Ziel war, die Hilfsbedürftigen zu retten, kann man zu diesem Schluss kommen. Aber wie es am Ende ausgeht, wissen wir ja vorher nicht. Jedenfalls ist die Wahl, anderen zu helfen, niemals falsch, und darüber hinaus liegt es immer in unserer Verantwortung zu helfen, wenn wir nur helfen können. Im Fall von Miep Gies erlebten die Versteckten jedenfalls statt der nationalsozialistischen Menschenverachtung zwei Jahre lang Wertschätzung und Zuspruch durch ihre Helfer.

Im Tagesvers werden wir aufgefordert, generell Gutes zu tun. Und zwar ab dem Augenblick, wenn wir wissen, wo die Not drückt. Dazu muss man erst einmal von sich selbst absehen. Kein anderer hat das klarer gemacht als Jesus Christus. Er gab sein Leben, um Menschen den Weg zum ewigen Leben zu bahnen. Das tat er aus Liebe zu uns. Neutral bleiben genügte auch hier nicht, durch seinen selbstlosen Einsatz werden bis heute Menschen erlöst und befreit.

Stefan Taube

Freitag, 10. Januar 2025: Was nichts kostet, ist nichts wert?, Römer 8,32

Wenn bei uns zu Hause mal wieder ausgemistet werden muss, nutze ich manchmal Ebay-Kleinanzeigen dafür. Ich stelle Dinge, die wir nicht mehr brauchen, die aber noch in einem guten Zustand sind, unter der Rubrik »zu verschenken« ein. Meistens folgt dann eine Flut von Nachrichten und Anfragen von den verschiedensten Leuten. Ärgerlich ist nur, dass einige der Personen, mit denen man einen Abholtermin ausmacht, doch nicht erscheinen, den Termin mehrmals verschieben oder sich allgemein einfach unverschämt verhalten. Da dachte ich schon öfters: »Ich verschenke hier etwas, der andere sollte dankbar sein, dass er etwas gratis bekommt!« Aber mir scheint, dass hier eher das Sprichwort gilt: »Was nichts kostet, ist nichts wert.« Bei Ebay-Kleinanzeigen jedenfalls ist die Wertschätzung für geschenkte Dinge oft nicht sehr hoch.

Gott hält für uns auch ein Angebot bereit, das für uns Menschen kostenlos ist – ein echtes Geschenk. Gottes eigener Sohn, Jesus, wurde auf die Erde geschickt, damit wir, ohne etwas dafür bezahlen zu müssen, wieder mit Gott in Beziehung treten können. Gott macht uns das Angebot, unsere Schuld zu vergeben und uns wieder mit ihm zu versöhnen.

Doch leider sind wir Menschen oft geprägt von der Devise »Was nichts kostet, ist nichts wert!« Es fällt uns schwer, etwas als reines Geschenk anzusehen und trotzdem wertzuschätzen. Deshalb haben wir den Drang, für Gottes unglaubliches Angebot bezahlen zu wollen: mit guten Taten, einem Leben in Nächstenliebe oder dem Gang in die Kirche. Damit wollen wir uns unsere Rettung und das Heil »erkaufen«, obwohl der Preis dafür unerreichbar hoch ist. Tatsächlich bleibt für uns nichts anders zu tun, als Gottes Geschenk wirklich demütig und dankbar anzunehmen.

Michaja Franz

Donnerstag, 09. Januar 2025: Blindes Vertrauen, 2. Timotheus 2,13

Eine Bekannte von uns, nennen wir sie hier Maxi, liebt es, an der Stange zu turnen. Für ihre Wohnung hatte sie sich extra eine Klimmzugstange gekauft, die man ohne Bohren einfach zwischen den Türrahmen klemmen konnte. Mit dieser Stange hatte sie gute Erfahrungen gemacht, auf sie war offenbar Verlass. Doch eines Tages, Maxi hing gerade kopfüber an der Stange (!), ließ die Haftung plötzlich nach und Maxi landete empfindlich auf dem Boden. Bis heute, Monate später, hat sie noch mit den schmerzhaften Langzeitfolgen dieses Sturzes zu kämpfen.

Maxis Vertrauen in die Stange war so weit gegangen, dass sie sich kopfüber an sie hängte. Doch in einem riskanten Moment ließ die Klimmzugstange sie im Stich. Solche Momente, in denen unser Vertrauen sich als haltlos erweist, kennen wir alle, wenn auch aus anderen (vielleicht weniger schmerzhaften) Kontexten. Du verlässt dich auf einen Kollegen, der dir einen wichtigen Termin zugesagt hat; kurzfristig sagt er ab. Du verlässt dich auf das gerade erst reparierte Auto; kurz darauf macht sich schon wieder eine Warnleuchte bemerkbar. Worauf ist überhaupt Verlass?

Ich glaube, dass blindes Vertrauen nur bei einem nie und nimmer enttäuscht werden wird: Jesus. Unbedingte Vertrauenswürdigkeit gehört zu seinem Wesen, und dieses Wesen müsste er verleugnen, um untreu sein zu können. Doch wie unser Tagesvers zeigt, ist es ihm unmöglich, sich selbst zu verleugnen! Darum bleibt er immer treu – auf seine Zusagen, die er in der Bibel gegeben hat, ist stets und ständig Verlass. Wenn er also z. B. sagt: »Wer zu mir kommt, den werde ich nicht hinausstoßen!« (Johannes 6,37), dann ist das eine zu einhundert Prozent garantierte Zusage. Diese Gewissheit macht ruhig!

Jacob Ameis

© 2022 – Evangelische Muttergemeinde A.B. Neukematen | Impressum | Datenschutzerklärung | Login