Samstag, 04. Dezember 2021: Eine Buchhandlung ohne christliche Bücher

Im Dezember 2019 waren wir an einem Samstag in einem großen Einkaufszentrum im Ruhrgebiet unterwegs, um die letzten Weihnachtgeschenke für unsere Verwandten zu besorgen. Dabei gingen wir auch in eine größere Buchhandlung. Ich gehe immer wieder gerne in Buchhandlungen, sehe nach Biografien oder manchen Sachbüchern. Auch Sportpublikationen und originelle Kalender interessieren mich. In diesem Laden konnten wir allerdings nicht lange bleiben, da die Zeit etwas knapp war und unser Baby unruhig wurde. Beim Hinausgehen wurde mir auf einmal bewusst: Wo sind eigentlich die christlichen Bücher gewesen? Dass es in vielen Buchhandlungen sehr wenig Christliches gibt, bin ich ja gewohnt. Aber meistens gibt es wenigstens ein paar Bibeln und Andachtskalender.
Romane, Krimis, Comics, Geschenkbuch, Humor, Science Fiction, Fantasy, englisch-sprachige Bücher, Kinderbücher, alles vorhanden – aber christliche Bücher? – Absolute Fehlanzeige! Scheinbar interessieren sich die Kunden nicht dafür. Das Angebot entspricht der Nachfrage. Man könnte meinen, die Buchhandlung ist irgendwie ein Spiegel unserer Gesellschaft. Ist in unserer Generation, in unserer Zeit kein Platz mehr für christliche Themen? Ist kein Platz mehr für Jesus Christus? Ist er umsonst in diese Welt gekommen, hat er uns vergeblich besucht? Ja, nicht nur besucht, sondern gesucht?
Das Weihnachtsfest zumindest erinnert uns an diesen Besuch. Schon damals bei seiner Geburt wollte man ihm keinen Platz einräumen. Und später, als er den Menschen von Gott erzählte und davon, wie man mit ihm und für ihn leben kann, da war das vielen unbequem und ein Ärgernis. Am Ende brachten sie ihn um, ohne verstanden zu haben, warum er eigentlich gekommen war.

Martin Reitz
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Frage
Hätten Sie in dieser Buchhandlungsfiliale etwas vermisst?
Tipp
Auch wenn die Welt keinen Platz für Jesus Christus hat, ER wartet dennoch auf Sie.
Bibellese
Matthäus 11,25-30

Freitag, 03. Dezember 2021: Der Gottesbrief

Im Dezember 2018 versteigerte das Aktionshaus Christie’s in New York einen zweiseitigen, handgeschriebenen Brief. Für die Rekordsumme von sage und schreibe umgerechnet ca. 2,6 Millionen Euro bekam ein anonymer Bieter den Zuschlag. Der Verfasser, Albert Einstein, bekannt geworden durch die Erfindung der Relativitätstheorie, schreibt den sogenannten »Gottesbrief«, in dem er Gedanken über Gott, die Bibel und die jüdische Religion äußert. »Das Wort Gott ist für mich nichts als Ausdruck und Produkt menschlicher Schwächen, die Bibel eine Sammlung ehrwürdiger aber doch reichlich primitiver Legenden. Keine noch so feinsinnige Auslegung kann für mich etwas daran ändern«, äußert er darin.
Was Albert Einstein zu einer solchen Einschätzung bewegt hat, weiß ich nicht. Aber ich frage mich, warum so viele Menschen an Gott glauben und sein Wort, die Bibel, ernst nehmen. Sind sie etwa weniger anspruchsvoll als jemand, der die Relativitätstheorie entwickelte? Offenbar kann man Erfahrungen mit der Bibel machen, die einem Albert Einstein verwehrt blieben. König Salomo, nach der Bibel der weiseste Mann auf Erden, war überzeugt, dass die Himmel Gott nicht fassen können. Dafür ist jede noch so großartige Theorie nicht gut genug. Gott offenbart sich uns Menschen als Schöpfer, als Erfinder und Ursprung allen menschlichen Seins, als ein Gott, der die Menschen liebt und der möchte, dass Menschen von ihrer Schuld gerettet werden.
Dass dies tatsächlich geschieht, wenn einer glaubt, können viele bezeugen, die erlebt haben, dass Gottes Wort ihr Leben verändert. Keiner von uns muss die Relativitätstheorie in ihrer ganzen Bedeutung verstanden haben, aber jeder Mensch darf sich auf Gottes Wort einlassen und erfahren, dass es Wahrheit ist.

Joel Wjst
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Frage
Warum sollte ein Wissenschaftler in der Beurteilung der Bibel kompetenter sein als andere?
Tipp
Hören Sie nicht auf Menschen, sondern auf Gott selbst!
Bibellese
Psalm 119,65-72

Donnerstag, 02. Dezember 2021: Weihnachten – Fest der Freude?

Bald ist wieder Weihnachten, und so manchem graut im Stillen davor, weil er nicht weiß, womit er seinen Lieben noch Freude bereiten kann, weil sie doch eigentlich alles haben. Ja, und das letzte Mal haben sie einfach nur schrill gelacht und deutlich gezeigt, dass man einfach nicht mehr weiß, was heute »in« ist.
Ein Vorschlag: Feiern Sie diesmal keinen Konsumrausch, sondern wirklich Weihnachten! Laden Sie sich einen einsamen Nachbarn ein, der sonst allein im Dunkeln gesessen hätte. Vielleicht antworten Sie, dass es bei Ihnen besonders zu Weihnachten immer irgendwie zu Streit gekommen sei, und dafür brauchten Sie keine Zuschauer. Das stimmt. Aber vielleicht könnte dieser meist stille Besucher als »Friedensengel« dienen, indem er Sie an den eigentlichen Sinn des Festes erinnert. Und der liegt darin, dass wir daran denken, dass Gott in diese von Streit und Habgier geplagte Welt seinen Sohn gesandt hat, damit alle, die an ihn glauben, von ihrer Streitsucht und Habgier befreit werden können und auch die vielen Einsamen in dieser kalten Welt wirklicheLiebe erhalten. Jesus Christus ist das große Geschenk Gottes an eine verlorene Welt.
Stellen Sie sich vor, Sie würden diesen Sohn Gottes heute noch bitten, ebenso bei Ihnen einzukehren und Ihnen alle Schuld, alles Versagen und alle Ichsucht zu vergeben, dann hätten Sie zu Weihnachten – und nicht nur dann – viel Ursache, von Herzen dankbar zu sein.
Die Sitte, sich zu Weihnachten zu beschenken, sollte nur ein Ausdruck dieser Dankbarkeit sein, und man hat den Sinn dieses Festes völlig verfehlt, wenn man Geschenke macht, um Dankbarkeit zu erzeugen.

Hermann Grabe
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Frage
Womit versuchen Sie, es »weihnachtlich« werden zu lassen?
Tipp
Wirkliche Herzensfreude ist durch nichts käuflich zu erwerben.
Bibellese
Philipper 4,4-9

Mittwoch, 01. Dezember 2021: Das unerkannte Neue

Menschen scheinen ein Talent dafür zu haben, wichtige Neuerungen nicht wahrzunehmen. Web-Erfinder Tim Berners-Lee wollte 1991 seine Idee auf einer Konferenz vorstellen. Doch sein Antrag wurde nicht ins reguläre Programm aufgenommen, sodass er schließlich im Foyer seine Idee präsentieren musste. Wer hätte damals gedacht, dass das World Wide Web unser aller Leben revolutionieren würde? Manchmal sind wir sogar blind für das Neue, wenn wir selbst daran beteiligt sind. So prophezeite Gottlieb Daimler, Entwickler des ersten Autos, im Jahr 1895, dass nur ca. 5000 Autos gebaut werden würden – weil es nicht mehr Chauffeure gäbe, sie zu steuern. Viele weitere Beispiele ließen sich aufzählen, von der Wiedervereinigung Deutschlands, die selbst Politiker bis kurz vorher nicht für möglich hielten, bis hin zu wichtigen Entdeckungen im Bereich der Medizin. Menschen können tatsächlich sehr blind für das Neue, Bahnbrechende sein.
Genauso war es auch mit der Geburt Jesu. Der Tag, als Gott selbst Mensch wurde und auf diesen Planeten kam, war für die meisten ein ganz gewöhnlicher. Das Ereignis, das die Geschichte in ein »vor« und ein »nach« teilt, war zunächst völlig unspektakulär. Es geschah unbemerkt von den meisten Menschen, selbst die religiösen Experten verkannten seine Bedeutung.
Machen wir nicht denselben Fehler! Im Nachhinein können wir sehen, dass das erste Weihnachten, die Geburt des Gottessohnes, tatsächlich die Welt verändert hat. Und dass es auch das persönliche Leben von jedem verändern wird, der sich mit der Neuigkeit beschäftigt, die die Engel den Hirten damals brachten: »Euch ist heute der Retter geboren!« Nutzen wir doch diese Adventszeit dafür!

Elisabeth Weise
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Frage
Was bedeutet die Geburt Jesu für Ihr Leben?
Tipp
Gottes große Taten sollten wir nicht übersehen.
Bibellese
Lukas 1,8-20

Dienstag, 30. November 2021: Hygiene – auch in den Gedanken

Seit Corona muss man kaum noch jemandem erklären, was das ist: Hygiene. Sie hat die Verhütung von Infektionskrankheiten zum Ziel, sie soll die Gesundheit erhalten und festigen. Durch fachgerechte Reinigung, Desinfektion und Sterilisation ergreift man vorbeugende Maßnahmen. Im Alltag verwendet man den Begriff auch anstelle von Sauberkeit. Und was man für Sauberkeit und Hygiene – inzwischen sehr viel bewusster, weil selbstverständlicher – nicht alles tut: Man wäscht und desinfiziert Hände, putzt Zähne, duscht, badet, spült Geschirr und Essbesteck, wäscht Kleider, reinigt Fußböden etc. Die Tatsache, dass die Weiterbildung des »Facharztes für Hygiene und Umweltmedizin« 60 Monate umfasst, verdeutlicht die Wichtigkeit des Themas. Man investiert also aus gutem Grund intensiv in Hygiene!
Wie aber ist es mit der Hygiene unserer Gedankenwelt? Passiert es da nicht, dass sich unversehens ein negativer, unguter Eindruck oder böser Gedanke festsetzt und einen wie die Endlos-Melodie der Telefonwarteschleife immer und immer wieder nervt? Oft kommt bald darauf noch etwas Negatives dazu. Man befindet sich in der Abwärtsspirale und gerät fast unmerklich in eine von Missmut, Frust oder Depression geprägte Stimmung. Die Lösung heißt Gedankenhygiene! Natürlich kann man sich nicht immer vor Negativem schützen, aber es gilt, vorbeugende Maßnahmen zu ergreifen, um zu erreichen, dass sich nichts festsetzt und einen herunterzieht. Frohe Menschen leben nachweislich gesünder! »Die Freude am Herrn ist eure Stärke, euer Schutz.« Nicht vorder-, sondern tiefgründige Freude ist gefragt. Und die finden wir durch den täglichen Anschluss an unseren Schöpfer, der mit seiner Schöpfung bewiesen hat, dass er uns nichts Gutes vorenthalten will.

Markus Ditthardt
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Frage
Wie oft lassen Sie durch negative Gedanken die Lebensqualität vermiesen?
Tipp
Verbieten Sie sich das und bitte Sie Gott, Ihren Blick auf all das Gute in Ihrem Leben zu richten!
Bibellese
Jesaja 38,14-20

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