Mittwoch, 16. Dezember 2020: »Das werde ich nie vergessen!«

Auf einer Geschäftsreise saß ich abends in einem schwäbischen Wirtshaus. Neben mir, in bester Laune, eine Gruppe älterer Herren, die offensichtlich seit vielen Jahren zusammen in einem Ruderklub waren. Während sie sich lautstark über vergangene Tage unterhielten, sagte einer der Herren immer wieder: »Das werde ich nie vergessen!« – Ich musste damals sofort an meine Großmutter denken, die mit Mitte siebzig an Demenz erkrankte und mit der Zeit so einiges vergaß. Für uns als Familie war es immer eine große Ungewissheit, wenn wir sie besuchten. Würde sie uns erkennen? Wie viel nahm sie noch auf? Mit den Monaten wurde die Demenz immer größer, sodass die Besuche zunehmend frustrierender wurden. Wieso hatte es Oma so erwischt? Sie war zeitlebens eine aktive und fröhliche Frau gewesen, war viel in der Natur, ernährte sich gesund, trank und rauchte nicht. Ein Trost in dieser Zeit war, dass Oma Frieden mit Gott hatte. Diese Entscheidung, ein Leben in der Beziehung mit ihrem Schöpfer zu führen, hatte sie schon viele Jahre vorher getroffen.
Manch einer meint vielleicht, die »Sache mit Gott« dann klären zu können, wenn man alt geworden ist. Dann wird man noch schnell alles regeln, damit man auch in den Himmel kommt. Das Schlimme ist: Viele Menschen werden diesen Zeitpunkt verpassen, weil sie auf einmal nicht mehr in der Lage sind, diese Entscheidung zu treffen und ihr Leben mit Gott zu bereinigen. 1,7 Millionen Deutsche leben derzeit mit Demenz. Wahrscheinlich wird fast jeder von uns irgendwann mal betroffen sein. Haben wir die entscheidende Frage dann beantwortet: Wie bekomme ich Frieden mit Gott? Jesus Christus sagt, dass ein Leben mit ihm ein Leben im Überfluss ist. Nicht erst, wenn man alt ist! Es lohnt sich, schon heute damit anzufangen.

Thomas Bühne


Frage
Wann wollen Sie ein Leben mit Jesus beginnen?
Tipp
Heute ist dafür der beste Zeitpunkt!
Bibellese
Prediger 12,1-7

Dienstag, 15. Dezember 2020: Habt ihr nicht gelesen?

Weit über 99 % aller erwachsenen Menschen in Deutschland können lesen. Daher erscheint es uns als etwas ganz Alltägliches und Selbstverständliches, dass wir kaum darüber staunen. Dabei ist Lesen ein verstandesmäßig hochkomplexer Vorgang. Ist es nicht faszinierend, wie wir in Sekundenbruchteilen Worte erfassen und zu Sätzen verknüpfen können, und das sogar, wnen dei Rienehfgole dre Bcshuebtan vlöilg drhucenaniedr greaetn sit? Und auch verschnörkelte Kunstschriften oder krakelige Handschriften können wir oft mühelos erfassen und überragen damit sogar die Fähigkeiten von computergestützter Texterkennung. Lesen ist wirklich eine verstandesmäßige Meisterleistung.
Noch faszinierender ist es, dass wir beim Lesen die Gedanken eines anderen nachvollziehen können, ohne direkt mit ihm zu reden. Jeder Liebesbrief ist dafür ein eindrückliches Beispiel. Oder wir können selbst antiken Autoren heute noch zuhören und von ihren Erkenntnissen profitieren, wenn wir ihre alten Texte lesen.
Am größten aber ist, dass wir, wenn wir die Bibel lesen, sogar Gott reden hören können. Darauf hat schon Jesus seine Zeitgenossen eindringlich hingewiesen: »Habt ihr nicht gelesen, was zu euch geredet ist …?« Die Textpassage aus den Mosebüchern, auf die er dann verwies, war schon damals viele Jahrhunderte alt. Und doch behauptete er, dass das darin Geschriebene seinen Zuhörern galt und sie durchs Lesen Gottes Reden zu ihnen hören könnten. Daran hat sich bis heute nichts geändert. Wer die Bibel, das Wort Gottes, aufschlägt und ihre jahrhundertealten Zeilen aufmerksam liest, wird feststellen, dass Gott spricht. Aktuell in unsere Zeit.

William Kaal


Frage
Wann haben Sie zuletzt in der Bibel, dem Wort Gottes, gelesen?
Tipp
Wer ernsthaft die Bibel liest, wird nie behaupten: Außer Lesen nix gewesen!
Bibellese
Psalm 119,49-56

Montag, 14. Dezember 2020: Was ist nach dem Tod?

Es war in der Atic-Bar in Bicester (England). Der Komiker Paul Barbieri, der sich selbst »Cognito« nannte, unterhielt das Publikum mit seiner schillernden Ein-Mann-Show. Dabei scherzte er über seinen eigenen Tod. »Was, wenn ich jetzt vor euren Augen sterben würde?« Dann setzte er sich auf einen Stuhl und stand nicht wieder auf. Wenige Minuten später stellte man seinen Tod fest. Inzwischen hatten zwei Krankenschwestern und ein Polizeioffizier aus dem Publikum alles Mögliche versucht, das Herz des Komikers wieder zum Schlagen zu bringen. Es blieb vergeblich. Die Zuschauer hielten alles zunächst für einen Super-Gag und lachten laut. Keiner von ihnen ahnte, dass er oder sie dem unerbittlichen, letzten Feind aller Menschen beinahe hautnah begegnet waren; denn so wird in der Bibel der Tod genannt.
Heute klammern sich ja die meisten Menschen an die völlig unbeweisbare Hoffnung, dass nach dem Tod alles aus sei; aber selbst Cognitos Freund, der Barkeeper, rief ihm ein »Sleep in rest!« nach, »Schlaf in Frieden«, was an ein Fortbestehen nach dem irdischen Tod hinweist. Und genau das lehrt uns die Bibel. Menschen sind Ewigkeitswesen. Während alles andere mit dem Tod vergeht, werden wir vor Gott erscheinen müssen. Wie wichtig wird dadurch unser kurzes Erdenleben; denn da entscheidet sich, wo wir die Ewigkeit zubringen werden.
Lassen wir uns doch nichts von denen erzählen, die in Wirklichkeit nichts über die Wahrheit sagen können, denen sie »inkognito« ist! Andererseits ist es doch wunderbar, an einen Gott glauben zu dürfen, der es wirklich gut mit uns meint, der für uns eine herrlich schöne Ewigkeit vorbereitet und alles dazu Nötige selbst bezahlt hat.

Hermann Grabe
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Frage
Wen fragen Sie bei entscheidenden Fragen, den Fachmann oder den ersten Besten, der Ihnen nach dem Mund redet?
Tipp
Wenn ein Produkt versagt, geht man am besten zum Hersteller.
Bibellese
1. Korinther 15,20-28

Sonntag, 13. Dezember 2020: Vollmondbäume

Als ob es nicht schon genug wäre, dass der Einzelhandel Weihnachten durch das von ihm befeuerte Geschenkegefecht voll ausschlachtet, treibt auch der Markt für weihnachtliche Dekoartikel manch wundersame Blüte. Besonders um den Weihnachtsbaum drehen sich die kreativsten Geschäftsideen. Da propagiert man seit geraumer Zeit einen Trend zum »Zweitbaum«, auch der selbstverständlich ganz anders geschmückte »Adventsbaum« ist in Mode gekommen. Er wird schon Wochen vor Heiligabend aufgestellt, bis er dann vom »richtigen« Christbaum abgelöst wird. Letztes Jahr hörte ich von ganz besonderen Bäumen, die bei Vollmond geschlagen werden. Diese, so wird den Kunden versprochen, sind wesentlich länger haltbar und beginnen erst viel später zu nadeln. Dieses Versprechen lassen sich die Verkäufer natürlich mit rund 30% höheren Verkaufspreisen honorieren. Ich kann da nur sagen: Wer`s glaubt, wird … nicht selig, sondern fällt auf einen ausgeklügelten Verkaufstrick herein.
Der Hype um die Weihnachtsbäume sollte an Christen, die den eigentlichen Sinn von Weihnachten feiern, abperlen wie Wassertropfen am Lotusblatt. Es ist Fakt, dass der Christbaum in Wahrheit gar nichts mit der Weihnachtsgeschichte, wie wir sie in der Bibel nachlesen können, zu tun hat. Er ist und bleibt eine gut duftende, glänzend leuchtende Wohnzimmerdekoration für die Feiertage – nicht mehr und nicht weniger. Schön, wenn sich die Familie um den Baum versammelt und im Anblick der Kerzen an das Licht der Welt, nämlich Jesus Christus, denkt. Der Mittelpunkt des Festes ist Jesus und muss es bleiben. Wird das »Drumherum«, seien es Geschenke oder Deko, zur Hauptsache, wird Weihnachten ausgehöhlt und seines Sinnes beraubt.

Daniela Bernhard
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Frage
Könnten Sie sich das Weihnachtsfest auch mal ganz ohne Christbaum vorstellen?
Tipp
Lassen Sie nicht zu, dass der Weihnachtsbaum zum »Goldenen Kalb« wird!
Bibellese
Lukas 1,1-20

Samstag, 12. Dezember 2020: Herzenswünsche

Unsere Tochter hat einen Herzenswunsch. Seit über einem Jahr liegt sie uns damit in den Ohren und präsentiert immer neue Argumente, wieso sie ihn unbedingt erfüllt haben muss und was sie alles tun wird, wenn sie endlich bekommt, was sie will. Manchmal sagt sie uns sogar, dass wir gemein wären, weil wir ihren Wunsch noch nicht erfüllt haben. Sie weiß allerdings nicht, dass wir ihr den Wunsch in zwei Wochen an ihrem Geburtstag erfüllen werden. Wir als Eltern wissen, dass sie in dem Moment, in dem sie ihr Geschenk auspackt, glücklich sein wird. Und wir werden nicht mehr gemein sein, sondern die besten Eltern der Welt. Wir wissen aber auch, dass sie nur kurze Zeit wirklich glücklich sein wird. Dann wird die Diskussion mit einem neuen Wunsch wieder von vorne beginnen.
Kommt uns dieses Verhalten nicht irgendwie bekannt vor? So verhalten wir uns oft auch gegenüber unserem himmlischen Vater, von dem wir erwarten, dass er uns unsere Wünsche erfüllt. Dabei entscheiden immer wieder wir selbst, was für uns gut sein soll, auch wenn sich später herausstellt, dass wir ihn voreilig und unüberlegt um etwas baten, was wir dann doch gar nicht so nötig brauchten. Unser Tagesvers macht aber klar, dass Gott, unser Vater, uns gerne beschenkt – jedoch mit dem, was er für gut hält. Er ist zuverlässig und verändert sich nicht, er liebt uns, auch wenn es manchmal anders zu sein scheint und wir ihn dann für »gemein« halten, weil er uns nicht gibt, was wir wollen. Besser wäre es, ihm zu vertrauen und erwartungsvoll und geduldig jeden Tag gespannt darauf sein, welche Geschenke er uns heute gibt. Und dabei nicht zu vergessen, sondern stets dankbar dafür zu sein, dass er uns mit seinem Sohn, der für uns starb, das größte aller Geschenke schon gemacht hat.

Anne Paschke
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Frage
Haben Sie schon mal bedacht, was Gottes größter Wunsch an uns ist?
Tipp
Er wünscht sich zuallererst von uns, dass wir sein Angebot der Rettung von unserer Sünde annehmen.
Bibellese
Matthäus 7,7-11.13-14

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