Donnerstag, 24. September 2020: Zu Besuch auf Noahs »Werft«

Als Noah vor sehr langer Zeit die Arche nach Gottes Bauplänen konstruierte, wartete Gott in seiner Langmut ab, ob sich noch mehr Menschen mit diesem Schiff vor der Sintflut retten lassen wollten. Platz genug wäre darin gewesen, auch Zeit genug, um sich das zu überlegen, denn die Bauphase der Arche dauerte viele Jahre.
Man kann sich vorstellen, dass eine »Werft« auf dem trockenen Land mit einem solch umfangreichen Auftrag ordentlich für Schlagzeilen gesorgt hat. Viele Leute werden sich gebogen haben vor Lachen über das scheinbar irrsinnige Bauprojekt, das zusätzlich noch Aufsehen erregte, weil damit eine globale Flutkatastrophe als göttliches Gericht vorhergesagt wurde. Die »Wissenschaft« und die »Medien« werden einstimmig für Aufklärung gesorgt haben: Es kann keine weltumspannende Wasserflut geben – und Gott existiert ohnehin nicht!
Vielleicht fühlten sich manche Menschen dennoch zu diesem Ozeanriesen hingezogen und durften bei einer Führung über das Werftgelände die spektakulären Dimensionen, Technologien und Baufortschritte bestaunen. Einen Platz für die Jungfernfahrt hat sich allerdings niemand reservieren lassen. Möglicherweise gab es da auch einige wenige mit einer leisen Vorahnung, dass an der Geschichte mit dem drohenden Gericht vom Himmel etwas dran sein könnte. Doch keiner ging an Bord. Lieber haben sie ihren Lebensmittelpunkt vorsorglich in die Höhenregionen verlagert. Da oben würden sie im Erstfall schon sicher sein. Ansonsten ging das Leben wie gewöhnlich weiter mit Arbeit und Vergnügungen. Gottes Langmut indes wartete ab. Sie wartete bis zu dem Tag, als Noah in die Arche ging, bis die Flut kam und alle wegraffte, die ihre Rettung außerhalb der Arche suchten.

Arndt Plock
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Frage
Wie viele Jahre wartet Gott schon geduldig auf Sie?
Tipp
Auch heute ist Gott langmütig, denn er möchte, dass alle zu ihm umkehren. Nutzen Sie die Chance!
Bibellese
1. Mose 6 ; 1. Mose 7

Mittwoch, 23. September 2020: Wie kann man glücklich werden?

Welchen Raum nimmt doch das Leben und Treiben der Reichen und Superreichen in den meisten Medien ein! Diese Berichte müssen irgendwie die geheimen Sehnsüchte der Normalverbraucher ansprechen und befriedigen; denn von der Befriedigung dieser Wünsche hängen ja wiederum die Auflagenzahlen der Bücher und Illustrierten und die Einschaltquoten beim Fernsehen ab.
Reich sein = glücklich sein? Ist diese Gleichung richtig? Sehr viele scheinen das zu glauben. Doch denken wir einmal nach, wie viel Sorgen sich diese Leute um ihre Sicherheit machen müssen und wie gefährdet heutzutage aller Reichtum sein kann. Hinzu kommt, dass man beim Ersteigen der Karriereleiter oft spitze Ellenbogen braucht, um Konkurrenten abstürzen zu lassen. Wie viel Schuld lädt man da auf sich! Bei alldem sollte man nicht der Faulheit und dem Schlendrian das Wort reden; aber es bleibt dabei: Je mehr man hat, umso mehr hat man zu verantworten, wenn Gott Rechenschaft fordert, weil alles Irdische immer nur Leihgabe Gottes ist.
Ja, und schließlich kommt das Ende dieses Lebens für einen jeden von uns, und was kann man dann von all den Reichtümern mitnehmen? Wäre es da nicht besser, auf die göttliche Bank im Himmel eingezahlt zu haben? Das heißt, das getan zu haben, was Gott uns zu tun aufgetragen hat? Und das kann jeder leisten, der Frieden mit Gott gefunden hat. Diese »guten Werke« will er uns im Himmel belohnen. Davon allein werden wir ewig etwas haben. Das sagt die Bibel sehr eindeutig und immer wieder. Dabei spielt es keine Rolle, ob solche von Gott aufgetragenen Arbeiten viel Geld einbringen oder sonst hoch im Kurs stehen, es kommt nur darauf an, dass sie um Gottes willen getan werden.

Hermann Grabe
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Frage
Welches Lebensziel haben Sie sich gesetzt?
Tipp
Die sichersten und höchsten Zinsen zahlt Gott. Bei ihm gibt es keinen Banken-Crash.
Bibellese
1. Timotheus 6

Dienstag, 22. September 2020: Farbe kommt in Ihr Leben

Es war im Herbst 2018. Wie fast an jedem Tag um die Mittagszeit drehte ich eine Runde mit meinem Hund an diesem wunderschönen Herbsttag im Allgäu. Die Sonne strahlte, und das Laub der Bäume leuchtete in den verschiedensten Farbtönen. Diese reichten von diversen Brauntönen bis hin zum Gelb und manchmal auch zu leuchtendem Rot. Als ich diese wunderschöne Farbenvielfalt und -pracht der Natur betrachtete, fiel mir ein passendes Lied dazu ein. Darin heißt es: »Farbe kommt in dein Leben, wenn der Meistermaler malt.« Damit war Jesus Christus gemeint. Ich konnte nur staunen und Jesus danken, dass er die Natur so herrlich und fantasievoll gestaltet hat.
Ich weiß nicht, wie es Ihnen bei solch einem Anblick geht. Hüpft da nicht auch Ihr Herz vor Freude? Oder macht es Ihnen eher zu schaffen, dass die Tage im Herbst kürzer werden, die Nebel aufsteigen und schließlich alles in einen grauen Schleier einwickeln? Überfällt Sie vielleicht eine Niedergeschlagenheit oder ein Anflug einer Depression? Sehen Sie nur alles grau in grau, oder können Sie sich auch am Herbst und seiner Farbenpracht erfreuen?
Sollten Sie vielleicht dazu neigen, eher alles grau in grau zu sehen, so habe ich eine gute Nachricht für Sie! Dieser geniale Meistermaler, der die Natur so herrlich gemacht hat, möchte es auch in Ihrem Leben farbig werden lassen. Mit Matthäus 11,28 ruft er auch Ihnen jetzt zu: »Kommt her zu mir alle, die ihr mühselig und beladen seid, so will ich euch erquicken!« Dieser geniale Maler möchte auch Ihr Leben umgestalten! Er möchte keinesfalls, dass Sie Ihr Leben in Traurigkeit oder Hoffnungslosigkeit verbringen, sondern er kam auf diese Erde, um uns das Leben und dies im Überfluss zu geben.

Robert Rusitschka
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Frage
Wie sieht Ihr Leben im Herbst aus?
Tipp
Jesus Christus kann Ihr Leben mit Freude und Farbe erfüllen!
Bibellese
Psalm 150

Montag, 21. September 2020: Ohne Meister geht es nicht!

2004 entbrannte Streit um den sogenannten Meisterzwang. Zu dieser Zeit unterlagen noch 94 Berufe der Anforderung, dass sie selbständig nur durch Personen ausgeübt werden konnten, die über einen Meisterbrief verfügten oder zumindest einen Meister beschäftigten. Die Befürworter einer Lockerung dieser Regelung hatten durchaus gute Beweggründe: Im Kampf gegen die Arbeitslosigkeit wollte man den Weg in die Selbständigkeit erleichtern. Auf der anderen Seite stand die Sorge um die Qualität handwerklicher Dienstleistung. Viele klebten daher Aufkleber mit dem Spruch »Ohne Meister geht es nicht« auf ihre Fahrzeuge.
Dass der Meisterbrief grundsätzlich ein wichtiger Anhaltspunkt für hohe Fachkompetenz und Arbeitsqualität ist, darin besteht allerdings nach wie vor weitgehend Einigkeit. Daher gilt in 41 Sparten des sogenannten Vollhandwerks weiterhin der Meisterzwang. Der Meisterbrief ist mittlerweile dem universitären Bachelor-Abschluss gleichgestellt. Und die Stimmen mehren sich, den Kanon der meisterpflichtigen Handwerksberufe wieder auszuweiten. Denn ein Meister versteht etwas von seinem Fach.
Deswegen finde ich es auch nicht erstaunlich, dass Jesus Christus von vielen Menschen als »Meister« angeredet wurde. Mag diese Anrede für einen öffentlich wirkenden Lehrer nicht unüblich gewesen sein, so spricht sie doch davon, dass man ihm große Sachkunde in den Fragen, mit denen er sich beschäftigte, attestierte. Allerdings ging es bei Jesus Christus (der übrigens gelernter Zimmermann war) nicht um Handwerk. Er beschäftigte sich vielmehr mit den zentralen Fragen des Lebens. Und dass er hier konkurrenzlos war, macht sein Jünger Petrus deutlich: »Du hast Worte ewigen Lebens!« Ohne diesen Meister geht es nicht.

Markus Majonica
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Frage
Welche Bedeutung haben für Sie Verlässlichkeit, Treue, Sachverstand und Nachhaltigkeit?
Tipp
Das alles findet man bei Jesus Christus im Blick auf ein Leben, das unvergänglich ist.
Bibellese
Johannes 14,1-14

Sonntag, 20. September 2020: Papa!

Vor vielen Jahren habe ich beruflich einige Monate in Israel verbracht. Natürlich besuchte ich auch Jerusalem. An einem frühen Abend ging ich zum Platz unterhalb der Klagemauer. Ich kam über eine Treppe, die der Klagemauer in etwa gegenüberliegt und sich westlich vom Tempelberg befindet. Während ich von dieser etwas erhobenen Stelle aus das Geschehen betrachtete, stand neben mir ein Israeli, der seinem Sohn die Stadt zeigte. Dieser Sohn war noch recht klein, etwa 8 oder 9 Jahre alt. Immer wieder erklärte der Vater etwas, und der Sohn fragte nach. Ich habe nicht verstanden, über was die beiden geredet haben. Aber beide wirkten sehr vertraut, wie das bei Vater und Sohn sein kann, wenn alles gut ist. Der Mann ging fürsorglich auf seinen Sohn ein. Und wenn der Sohn seinen Vater ansprach, nannte er ihn immer wieder ganz zärtlich auf Hebräisch: Abba (also Papa)!
Wie viel Beziehungsqualität kann in so einer Anrede liegen! Sie spricht von unbedingtem Vertrauen, gegenseitiger Liebe, großer Nähe und Exklusivität. Nun mag schon unter Menschen eine solche ungetrübte Vater-Kind-Beziehung nicht selbstverständlich sein. Wie viel weniger kann man sich eine solche Beziehungsintensität zu Gott vorstellen. Ist er doch unglaublich heilig, ewig, mächtig und damit irgendwie unnahbar. Wenn überhaupt, so kann eine Annäherung an ihn allenfalls unter Wahrung eines weiten Abstands geschehen. Ein so inniges Vater-Kind-Verhältnis mag dem Sohn Gottes Jesus Christus vorbehalten sein. Doch der Apostel Paulus lehrt hier im Brief an die Galater zu Recht, dass jeder Mensch, der an den Sohn Gottes glaubt, selbst den »Geist der Sohnschaft« (Römer 8,15) empfängt und daher mit vollem Recht zu Gott Abba – Papa, lieber Vater – sagen darf.

Markus Majonica
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Frage
In welchem Verhältnis stehen Sie zu Gott?
Tipp
Um Christi willen kann jeder ein Kind Gottes werden.
Bibellese
Galater 4,1-7

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