Dienstag, 01. September 2020: Schreib mal wieder!

»Schreib mal wieder!« – so hieß vor etlichen Jahren eine Werbung der Bundespost. 1982 gab es zudem eine Sonderbriefmarke mit diesem Slogan. Heute im Zeitalter von WhatsApp und E-Mails ist das Austragen von Postkarten und Briefen für die Deutsche Post (fast) lästig geworden und wohl eher ein Minus-Geschäft. Man würde vielleicht jetzt lieber sagen: Schreibt bloß nicht mehr! – Vertraut uns künftig keine Briefe mehr an! Wir als Familie schreiben noch viele Postkarten, zwischendurch auch mal einen Brief. Und wir erleben, dass diese Karten viel Freude bringen. Teilweise ist es die einzige Postkarte, die jemand z. B. am Geburtstag aus dem Briefkasten zieht.
Die Bibel enthält eine ganze Reihe von Briefen, längere und kürzere, die vor allem der Apostel Paulus an Christen-Gemeinden geschrieben hat. Diese Briefe wurden damals oft in Verbindung mit großen Gefahren und über viele Kilometer hinweg transportiert, vor Ort dann vorgelesen, abgeschrieben und an andere Gemeinden weitergereicht. Genau genommen ist die ganze Bibel Gottes Brief an uns Menschen. Dieser Brief wurde schon von vielen abgelehnt; in nicht wenigen Ländern ist der Besitz einer Bibel sogar verboten. Und hier in Europa konnten die allermeisten Menschen diesen Brief früher gar nicht lesen, weil es die Bibel nur in lateinischer Sprache zu lesen gab. Heute kann man sie glücklicherweise in immer mehr Sprachen dieser Welt lesen.
Es ist etwas unfassbar Großes, dass Gott uns einen so langen und inhaltsreichen Brief geschrieben hat. Kennen Sie seinen Inhalt? Jeder, der sich näher damit befasst, wird diesen »Brief« immer mehr schätzen lernen, denn er gibt uns Auskunft über einen Gott, der jeden von uns liebt und der uns sogar seinen eigenen Sohn als Sendboten seiner Liebe geschickt hat.

Martin Reitz
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Frage
Wann haben Sie zuletzt einen privaten Brief geschrieben oder gelesen?
Tipp
Lesen Sie doch mal (wieder) in dem längsten Brief, den Ihnen jemand geschrieben hat, der Bibel!
Bibellese
Psalm 107,1-22

Montag, 31. August 2020: »Bring mich nach Hause!«

Wenn ich an einem fremden Ort bin, kann ich zu meinem Mobiltelefon sagen: »Bring mich nach Hause!« Dann berechnet eine App den Weg und beginnt mit der Navigation. Das ist sehr praktisch. Dass ich tatsächlich am Ziel ankomme, setzt allerdings einiges voraus: Zunächst muss das Handy wissen, wo ich zu Hause bin. Dazu muss ich meine Adresse eingegeben und als Privatanschrift gekennzeichnet haben. Dann muss ein stabiles Netz vorhanden und die Software auf dem neuesten Stand sein, damit die Zielführung reibungslos funktioniert. Zudem muss der Akku noch über genügend Energie verfügen, um mich bis ans Ziel zu bringen. Und natürlich kann ich immer noch im Stau landen, eine Panne oder einen Unfall haben, sodass sich die Fahrzeit erheblich verlängert oder ich überhaupt nicht nach Hause komme. Diese Art der Navigation ist also fehleranfällig und kann den Erfolg nicht garantieren.
Anders ist es bei Gott. Gott selbst, seine persönliche Gegenwart ist das eigentliche Ziel des Menschen. Das ist unsere Bestimmung, unser echtes, ewiges Zuhause. Gott kennt auch den Weg dorthin ganz genau. Er unterliegt keiner Fehlberechnung und benötigt keinerlei Update. Ihm geht auch nicht die Energie aus, um mich sicher nach Hause zu bringen. Und er verfügt über alle notwendigen Kenntnisse und Möglichkeiten, um mich auf dem Lebensweg um Hindernisse herum zu manövrieren, neue Wege aufzuzeigen und mich zu bewahren, damit ich sein Ziel auch sicher erreiche.
Doch eines ist bei Gott genauso wie beim Handy erforderlich: Ich muss die Navigation einschalten und ihr vertrauen. Wenn ich mich Gott nicht anbefehle, kann er mein Leben nicht steuern, und dann kann ich sein Ziel für mein Leben auch nicht erreichen.

Markus Majonica
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Frage
Was hält Sie noch davon ab, Gottes Navigations-Hilfe in Anspruch zu nehmen?
Tipp
Verwechseln Sie irdische Ziele nicht mit dem eigentlichen Ziel. Sonst kommen Sie am Ende bei Gott nicht an.
Bibellese
Sprüche 4,18-27

Sonntag, 30. August 2020: Titus erobert Jerusalem

Als Hitler mit seiner »Wehrmacht« im Sommer 1940 in Berlin einzog, um den Sieg über die Westmächte zu feiern, gratulierte eine unübersehbar große Jubelmenge »dem größten Feldherrn aller Zeiten« zum Sieg. Eigentlich aber hätten Menschen da sein müssen, die genau das wiederholten, was Jesus auf seinem Weg zum Kreuz ihnen gesagt hatte. Denn es dauerte gerade mal fünf Jahre, und Berlin war ein einziges Trümmerfeld und offiziell drei Tage für alle Gewalttaten und Plünderungen freigegeben, die sich die Eroberer einfallen ließen.
So war es mancher Stadt im Laufe der Menschheitsgeschichte ergangen. Jerusalem erlitt dieses Schicksal im Jahre 70 n. Chr. Darauf wies Jesus auf seinem Weg zum Kreuz hin, und Kinder dieser Frauen wurden vielleicht Opfer des Krieges, den die Juden gegen Rom begonnen hatten und nun verloren. Es war zwar Titus, der das blutige Geschäft der Eroberung heute vor 1950 Jahren zu Ende brachte, aber der ganze Krieg trug die Handschrift seines Vaters Vespasian. Der aber war inzwischen in Rom Kaiser geworden. Auch wenn Titus Name mit der Zerstörung Jerusalems verbunden bleibt, muss man doch festhalten, dass es der Fanatismus der Juden war, der die politische Katastrophe damals herbeigeführt hatte. Die Wahrheit, ausgesprochen von dem Mann mit dem Kreuz auf der Schulter, hatten sie nicht zur Kenntnis genommen. Aber Gott handelt nach seinen Grundsätzen und seinem Zeitplan.
So kann auch heute mancher sein ganzes Leben in Abkehr von dem Mann am Kreuz verbringen, ohne zu begreifen, dass alles auf den Glauben an diese eine Person ankommt, um den Sturm des göttlichen Gerichts heil und unbeschadet zu überstehen. Man sollte sich ihm zuwenden, bevor es zu spät ist. Dann hilft nämlich auch kein Weinen mehr.

Karl-Otto Herhaus


Frage
Über wen haben Sie schon Tränen vergossen?
Tipp
Wichtiger als die Tränen der Trauer sind die Tränen der Buße, d. h. der Umkehr zu Gott.
Bibellese
2. Korinther 7,9-11

Samstag, 29. August 2020: Bedenke!

Wir waren unterwegs im Schwarzwald. Das Wetter war schön, und es war angenehm zu reisen. Die Gegend war herrlich und für das Auge eine Erquickung. Doch dann stockte der Verkehr und kam völlig zum Stillstand. Einige Fahrer stiegen aus dem Auto, um zu sehen, was los war. Eine Kurve verhinderte die Sicht. Nach und nach wurde ein Fahrzeug nach dem anderen durchgelassen. Das war gar nicht so einfach, denn die Straße hatte nur zwei Fahrspuren.
Langsam ging es weiter. Dann sahen wir, was los war. Ein schwerer Unfall auf der Bundesstraße. Rettungswagen, Polizei, Feuerwehr standen da. Viele Helfer kümmerten sich um die Verunglückten. Als wir durch die Unfallstelle geleitet wurden, sahen wir ein zerstörtes Motorrad auf der Seite liegen. Eine Person lag auf der Straße, mit einer Decke zugedeckt. Es war der Motorradfahrer. Er hatte versucht, ein anderes Fahrzeug zu überholen, und hatte dabei wohl den entgegenkommenden Wagen übersehen. Laut Polizeibericht, von dem wir später erfuhren, war er sofort tot gewesen. Erschütternd.
Der Verunglückte war sicher nicht mit dem Vorsatz losgefahren, seinem Leben ein Ende zu bereiten. Er hatte ein Ziel. Wahrscheinlich hatte er auch eine Familie, Freunde. Nun war er tot. Von jetzt auf gleich in die Ewigkeit gegangen. So schnell kann es gehen.
Viele von uns tun so, als ob es keine Ewigkeit gäbe. Manche scheinen zu denken, sie würden ewig auf dieser Erde leben. Der Tagesvers erinnert uns daran, dass wir uns auf die Ewigkeit vorbereiten sollen. Gott hat alles dafür in die Wege geleitet. Er gab seinen einzigen Sohn, Jesus Christus, für uns dahin. Er ist der einzige Weg zu Gott.

Joschi Frühstück
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Frage
Was ist, wenn der Tod Sie heute oder morgen trifft?
Tipp
Beherzigen Sie doch die Aussage Gottes im Tagesvers und bedenken Sie, wie Sie in die Ewigkeit eingehen wollen. Versöhnt oder unversöhnt mit Gott?
Bibellese
Lukas 12,13-21

Freitag, 28. August 2020: In der Irre gelandet

Gibt es eine schlimmere Vorstellung als die, dass man sich verlaufen hat und keine Möglichkeit sieht, sich noch zurechtzufinden? Vor ein paar Tagen war ich mit den Kindern während der Ferienfreizeit der Wohngruppe in der Teufelshöhle in der Fränkischen Schweiz. Mittlerweile ist sie sehr gut ausgebaut und beleuchtet, sodass man keine Sorge mehr haben muss, irrezugehen und nicht mehr herauszufinden. Früher war das anders. Anstelle von festen Metallgeländern gab es nur dicke Seile, die gespannt waren und an denen man sich hinter dem Führer her durch die über einen Kilometer lange Höhle fortbewegen musste. Es geht über Treppenstufen durch enge Felsritzen, und so mancher stößt sich leicht den Kopf an. Die Feuchtigkeit und die kühle Luft machen das Ganze nicht romantischer. Es gilt, sich an dem Fachkundigen zu orientieren. Aber was, wenn dieser sich gar nicht auskennt und das nur vorgibt? Was, wenn das Licht ausgeht? Dann sind die Geführten gefährdet und in manchen Fällen sogar verloren.
Vergleichen wir einmal unser Dasein mit einer solchen Höhle. Es war Gottes Absicht, uns einen Führer zu geben, der uns als Einziger als Licht dieser Welt den Weg zu ihm weisen kann. Dazu musste er in unsere Finsternis kommen und die Verlorenen suchen. Er war sich nicht zu schade, dafür sein Leben nicht nur zu riskieren, sondern tatsächlich zu opfern. Er gab alles auf, um die Elenden und Verzagten, die Hilflosen und Gottlosen zurückzuführen zur Quelle des Lebens. Vielleicht steckt so mancher von uns gerade jetzt in einem Loch fest und kann nicht heraus. Jesus Christus hat Mittel und Wege zu befreien. Ja, er tut noch mehr! Er schenkt ein neues Leben und verbürgt sich dafür, dass jeder, der ihm vertraut, das Ziel erreicht.

Rudolf Kühnlein
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Frage
Möchten Sie gerne ans Licht kommen?
Tipp
Vertrauen Sie sich Jesus Christus an und nicht anderen selbst ernannten Führer, die nur in die Irre führen und dann selber hilflos sind.
Bibellese
Matthäus 4,12-17

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