Sonntag, 02. Juni 2024: Absolute Treue, Psalm 91,14

Wer schon einmal einem Schäfer bei seiner Arbeit zugeschaut hat, der hat auch dessen gute Beziehung, ja, man könnte sagen inniges Verhältnis zu seinen Hunden bewundern können. Diese Tiere sind einerseits unerlässlich, wenn er eine große Schafherde beieinander halten will, andererseits hat man den Eindruck, die Hunde wollten um jeden Preis ihrem Herrchen dienstbar sein. Wo gibt es dieses gegenseitige Abhängigkeits- und Treueverhältnis heute noch unter den Menschen?

Auch Friedrich der Große wusste die Treue seiner Hunde zu schätzen, weil er sie bei den Menschen je länger umso weniger entdecken konnte. Er wollte sogar bei seinen Hunden beerdigt sein. In Sichtweite seines Schlosses Sanssouci ist er auch zu ebener Erde mit ihnen begraben worden. Dort liest man auf der rechten Seite seiner Grabplatte seinen Namen, während auf der linken Seite Biche, Alcmène, Thisbe, Superbe, Pax und Hasenfuß, die Namen seiner Hunde zu lesen sind.

Aber bei aller Tierliebe dürfen wir nicht sentimental werden. Hunde als Rudeltiere können, wenn sie nicht psychische Schäden haben, gar nicht anders, als dem zu folgen, den sie als Rudelführer anerkennen. Das ist bei Menschen ganz anders. Sie können seit dem Sündenfall kaum noch treu ergeben sein, sondern müssen Eigenwillen, Egoismus und Herrschsucht zeigen. Das sind alles Eigenschaften, die für ein friedliches Füreinander tödlich sind.

Auch um das zu ändern, kam Gott selbst in der Person Christi zu uns. In seinem liebenden und für uns leidenden Vorbild zeigte er wahre Treue, und durch sein Sterben am Kreuz erwarb er den an ihn Glaubenden die Kraft, auch treu und liebevoll sein zu können, wenn sie in seiner Nähe bleiben.

Hermann Grabe
Frage
Wie ist es bei Ihnen um bedingungslose Treue bestellt?
Tipp
Wir brauchen gute Vorbilder. Am besten werden wir selbst eins.
Bibellese
1. Mose 24,1-27

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Dachbodenausbau Pfarrhaus

Wir freuen uns sehr, dass mit September 2024 die Arbeiten am Dachausbau im Pfarrhaus Neukematen abgeschlossen werden und Familie Gröbe die neuen Räume beziehen konnte. Die Finanzierung dauert noch etwas länger und wir freuen uns über jede Spende die die Rückzahlung erleichtert.

Architekt Dipl. Ing. Theo Kasberger hat sich Gedanken über zusätzliche Räume gemacht und einen gut überlegten Plan (Einreichplan) mit vier Zimmern und einer Nasszelle im Dachgeschoss entworfen. Insgesamt gewinnt die Wohnung damit 71 m².

Mag. Christoph Eichmeyer hat sich um die Übersicht der Finanzen angenommen. Da die Kosten für den Ausbau bei ca. 250.000 € liegen, werden wir nicht alle Kosten im Voraus mit Eigenmitteln decken können. Von der Superintendentur gibt es die Möglichkeit, ein sehr günstiges Darlehen mit fünf Jahren Laufzeit zu bekommen.

Wir bitten um Ihre finanzielle Unterstützung für den Dachbodenausbau auf das Konto der

Evang. Muttergemeinde AB Neukematen
AT91 2032 6000 0001 5008
Verwendungszweck: Dachausbau Pfarrhaus

Herzlichen Dank!

Samstag, 01. Juni 2024: Reisepass ungültig, Hiob 7,9-10

Wie jedes Jahr planten wir 2022 wieder unseren Kroatienurlaub. Nach einer intensiven Packaktion – vier Kinder und zwei Erwachsene mussten bedacht werden – war es endlich so weit: Unser Urlaub konnte beginnen. Die Fahrt sollte am frühen Sonntagmorgen starten, doch am späten Samstagabend stellte sich heraus: Die Reisepässe der Kinder waren abgelaufen! Was nun? Sollte der gut geplante Urlaub ins Wasser fallen? Musste das perfekt gepackte Auto wieder ausgeladen werden? Ein Anruf bei der Bundespolizei sorgte für Erleichterung: Man könne uns an der deutsch-österreichischen Grenze vorläufige Kinderpässe ausstellen. Wir sollten uns aber nicht zu früh freuen, denn womöglich würden uns die Kroaten trotzdem nicht passieren lassen! Es gebe keine Garantie. Was, wenn man uns zurückschicken würde? Das Drama war vollständig. Sollten wir uns wirklich darauf einlassen?

Dieses Erlebnis ließ uns innehalten. Wir Menschen planen unser Leben optimal, wir richten uns häuslich ein, leben ein gutes Leben … Oft, ohne über dessen »Gültigkeit« nachzudenken. Vielleicht sind wir gleichgültig in Bezug auf unser Lebensende; der Grenzübergang zwischen dem Hier und dem Jenseits kann ja so schwer nicht sein – eine Fahrt ins Ungewisse eben.

An der kroatischen Grenze ließ man uns schließlich ohne Weiteres passieren. Glück gehabt!

Aber wie steht es um die »Gültigkeit« unseres Lebens? Unser Dasein hat vielleicht in unseren Augen Gültigkeit, aber wie denkt Gott darüber? In seinen Augen braucht jeder Mensch beim Passieren der Lebensgrenze einen gültigen Reisepass. Dieser Pass ist Jesus! Erst durch den Glauben an ihn bekommt unser Leben Gültigkeit, sodass wir die Ewigkeit bei Gott verbringen werden.

Rudi Löwen
Frage
Wie steht es um die Gültigkeit Ihres »Reisepasses«?
Tipp
Am Ende unseres Lebens gibt es für uns keine Vorläufigkeit, sondern nur noch Endgültigkeit.
Bibellese
Lukas 16,19-31

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Freitag, 31. Mai 2024: »Donʼt look up!«, Jesaja 3,11

In der gleichnamigen Satire versuchen zwei Astronomen, die Welt davon zu überzeugen, dass ein Komet auf die Erde zurast und diese in sechs Monaten zerstören wird. Doch sie stellen fest, dass diese dramatische Information auf keine angemessene Reaktion stößt: Während die Politik die drohende Tatsache überwiegend totschweigt, machen sich die Medien über die beiden Wissenschaftler lustig. Schlussendlich muss der Zuschauer fassungslos mitansehen, wie der Versuch, den Kometen aufzuhalten, abgebrochen wird, da ein Technikmogul immense Gewinnchancen in den Materialien des Kometen wittert. Als der Komet schließlich für das normale Auge sichtbar wird und nicht mehr zu leugnen ist, gründet man die »Donʼt-look-up«-Bewegung, die die Menschen davon abhalten soll, das Offensichtliche zu sehen: die drohende Katastrophe.

Es ist nicht schwer zu erkennen, worauf die Satire anspielt. Es gibt heute viele brisante Themen, die verharmlost oder lächerlich gemacht werden, obwohl sie doch die gesamte Menschheit gefährden. Aber vor allem eine Tatsache, die sicher auf jeden Menschen zukommt, wird konsequent ignoriert: Dass jeder Mensch sich einmal vor Gott verantworten muss und die gesamte Ewigkeit von diesem Gericht abhängen wird, ist unumstößlich und unvermeidbar. Doch dagegen wird eingewandt: »Es gibt keinen Gott« – »Jeder soll selber für sich entscheiden, was für einen selbst wahr und was falsch ist.« – »Entspann dich, nach dem Tod kommt das Nichts.« – »Ich bin doch ein guter Mensch!« usw. Aus allen Richtungen hört man »Donʼt look up!« – Beschäftige dich nicht mit diesem Problem!

Doch das wird die herannahende Tatsache nicht ändern. »Look up«, sollte es heißen. Überlegen Sie, wie Sie dem allwissenden Gott gegenüber treten wollen!

Marielena Klein
Frage
Werden Probleme weniger drängend, wenn man sie ignoriert?
Tipp
Durch Jesus Christus können wir heute noch mit Gott reinen Tisch machen.
Bibellese
Lukas 21,1-18

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Donnerstag, 30. Mai 2024: Trotz allem!, Lukas 21,28

»Die schönen Tage in Aranjuez sind nun zu Ende.« So beginnt Schillers Drama »Don Carlos«. Und diese Zeile drückt aus, was selbst den größten Optimisten unserer Tage zu dämmern beginnt, dass nämlich auch für uns die Zeiten immer üppigeren Wohlstands vorüber sind. Grauer Pessimismus greift um sich, und zu allem entschlossene Aktivisten nennen sich bereits »die letzte Generation«, und sie mögen Recht haben, wenn es weiter so steil bergab geht. Allein eine Inflation von jährlich 10 % vermindert den Geldwert in fünf Jahren um die Hälfte. Und Leute, die noch vor Kurzem »Frieden schaffen, ohne Waffen« auf ihren Fahnen umhertrugen, bauen heute so viele Panzer, wie sie nur irgend können.

Hoffnungslose Zustände? Anscheinend ja. Aber wenn man dann unseren Tagesvers liest, kommt doch ein ganz neuer Ton in die triste Musik. Bei allem zu Anfang Gesagten haben wir nur die von uns Menschen ruinierte Horizontale betrachtet. Gott will unseren Blick auf die Vertikale, also nach oben richten.

Schon vor ewigen Zeiten, noch bevor es Himmel und Erde gab, hatte Gott Gedanken des Friedens mit seinen Menschenkindern. Leider haben sie sich in immer wilderem Aufstand von ihm losgesagt. Aber das hat Gottes Absichten nicht durchkreuzt. Er selbst hat das Heilmittel für die größten Schäden bereitgestellt. Wer davon Gebrauch macht, wird von ihm so freundlich aufgenommen, als hätte er nie gegen den Allmächtigen opponiert, nie gegen ihn gesündigt. Der darf dann auch unseren Tagesvers für sich in Anspruch nehmen und auf die endgültige Erlösung warten. Und worin besteht sie? Der Herr Jesus hat für seine Leute ein ewiges Vaterhaus im Himmel eingerichtet. Dahin wird er alle bringen, die ihm vertrauen.

Hermann Grabe
Frage
Wann werden Sie von diesem Angebot Gebrauch machen?
Tipp
Es wird höchste Zeit dafür!
Bibellese
Lukas 21,10-28

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